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Neumünster Herpesvirus: 657 Rinder werden getötet
Lokales Neumünster Herpesvirus: 657 Rinder werden getötet
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13:51 02.02.2018
Von Thorsten Geil
In Padenstedt ist die Rinderseuche ausgebrochen. 657 Rinder müssen getötet werden. Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolfoto)
Padenstedt

Eigentlich ist Schleswig-Holstein seit März 2017 offiziell frei von der Bovinen Herpesvirus-Infektion (BHV1), aber jetzt wurde die Rinderseuche in Padenstedt bei Neumünster auf einem Bauernhof festgestellt.

Die Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde hat angeordnet, dass alle 657 Rinder des Hofes geschlachtet werden müssen. Die ersten Tiere wurden bereits abgeholt. Das bestätigte die Leiterin der Veterinäraufsicht im Kreis Rendsburg-Eckernförde, Dr. Manuela Freitag, den Kieler Nachrichten.

BHV1-Virus festgestellt, Veterinäraufsicht eingeschaltet

Der Bauer hatte vor zwei Wochen den Tierarzt bestellt, weil mehrere seiner Kälber im Stall husteten. Nach der Analyse einer Tupferprobe stand fest, dass das BHV1-Virus zugeschlagen hatte. Die Veterinäraufsicht wurde eingeschaltet. Manuela Freitag: „Der Seuchenausbruch wird von uns gemäß Tierseuchenrecht abgewickelt wie in den vergangenen Jahren auch.“

Das heißt: Zunächst wurden alle Tiere des Bestands auf Antikörper gegen das Virus untersucht. 89 Prozent waren positiv. In allen Ställen, auch in einem gepachteten Stall im Nachbardorf Ehndorf, waren die Tiere betroffen. Bei den wenigsten Tieren war die Krankheit bereits ausgebrochen, aber sie trugen das Virus in sich und verbreiteten es weiter. Die Behörde hatte keinen Spielraum mehr und ordnete an, alle Rinder zu töten. In Ehndorf wurden die Tiere bereits abgeholt, in Padenstedt wird das in den nächsten Tagen nach und nach passieren.

Virus stellt keine Gefahr für Menschen dar

Der Landwirt, der sich nach Angaben der Veterinäraufsicht kooperativ und völlig korrekt verhält, hat bis Ende Februar Zeit, die Ställe zu räumen und die Tiere zum Schlachthof bringen zu lassen. Bis dahin muss er strenge Hygieneregeln einhalten. Der Bauer wollte sich gegenüber unserer Zeitung nicht zu den Vorgängen äußern.

Die Rinder kommen ohne Einschränkungen zur Schlachtung. „Das Virus ist nicht auf den Menschen übertragbar, von dem Erreger geht keinerlei Gesundheitsgefahr für den Menschen aus. Das Fleisch kann ohne Einschränkung als Lebensmittel verwendet werden“, sagte Amtstierarzt Stefan Bork von der Kreisverwaltung.

Mitarbeit: Frida Kammerer

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