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Neumünster SPD: Neumünster muss mehr tun
Lokales Neumünster SPD: Neumünster muss mehr tun
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13:25 27.06.2019
Von Thorsten Geil
Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Delegation überbrachten Ende Mai Unterschriften pro Hochschule. Von links: Iris Meyer von der Wirtschaftsagentur, Stadtbaurat Thorsten Kubiak, der Leiter der Staatskanzlei Dirk Schrödter, Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, Holger Bajorat und Hartmut Grund vom Vorstand des Fördervereins Hochschule Neumünster. Quelle: Lewandowski
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Neumünster

Die Stadt Neumünster hatte ihr Standortkonzept zum Aufbau eines Pflegstudienganges in Neumünster auf einem Parlamentarischen Abend am 15. Mai in Kiel vorgestellt. Von der SPD-Landtags-Fraktion hätten die pflegepolitische Sprecherin Birte Pauls, der hochschulpolitische Sprecher  Heiner Dunckel und die Landtagsvizepräsidentin Kirsten Eickhoff-Weber  teilgenommen. Neumünster bemüht sich seit Jahren um eine Hochschulanbindung, auch ein Förderverein hat sich gegründet, Unterschriften wurden gesammelt.

"Einige Fragen blieben offen"

"Die Präsentation und auch das Standortkonzept ließen doch einige Fragen offen. Daher stellten die beiden Fachpolitiker eine Kleine Anfrage an die Landesregierung. Die Antwort liegt vor und ist ernüchternd", so Eickhoff-Weber, die auch SPD-Kreisvorsitzende in Neumünster ist.

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"Keine weiteren Pläne bekannt"

So habe die Landesregierung in der Antwort auf die Anfrage erklärt, dass außer dem Standortkonzept aus dem Januar keine weiteren Pläne und Informationen der Stadt vorlägen.

"Diese Aussagen überraschen"

Eickhoff-Weber: "Diese unerwarteten Aussagen überraschen. Vor Ort wird vom Oberbürgermeister der Eindruck erweckt, er sei in intensiven Gesprächen. Gespräche mag es geben, aber offensichtlich nicht mit den entscheidenden Stellen."

"Ich erwarte vehementen Einsatz vom OB"

Die Hochschulanbindung von Neumünster wird ihrer Einschätzung nach nur in enger Zusammenarbeit mit der Landesregierung gelingen. "Aber es findet leider kein zielorientierter Austausch zwischen dem Oberbürgermeister der Stadt Neumünster und der Landesregierung statt. Nicht nur für die Stadt Neumünster ist Planungssicherheit erforderlich. Vom Oberbürgermeister erwarte ich nun vehementen Einsatz für unsere Stadt."

Die Ratsversammlung hatte zuletzt beschlossen, dem Land zur Etablierung eines Pflege-Studiengangs die dafür nötigen Räume zur Verfügung zu stellen und eine W2-Professur für fünf Jahre zu finanzieren.

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