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Neumünster Bewegung „Aufstehen“ demonstriert in Neumünster für Abschaffung von Hartz IV
Lokales Neumünster Bewegung „Aufstehen“ demonstriert in Neumünster für Abschaffung von Hartz IV
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22:48 02.11.2019
Von Susanne Wittorf
Der Demonstrationszug auf dem Weg vom Bahnhofsvorplatz zur anschließenden Kundgebung auf dem Gänsemarkt. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

Neumünster gehörte neben Dresden, Potsdam, Erfurt, Neubrandenburg, Stuttgart, Düsseldorf und Magdeburg zu jenen acht Städten, in denen eine Demonstration mit anschließender Kundgebung angemeldet wurden. 23 Unterstützer trafen sich um 11.45 Uhr vor dem Hauptbahnhof.

In einem kleinen Demonstrationszug marschierten sie gemeinsam zum Gänsemarkt, um dort für mehr Demokratie, für soziale Gerechtigkeit, für Nachhaltigkeit, für bessere Bildung und für Frieden zu demonstrieren.

„Das Erstarken der AFD machte mir große Angst“

Sylvie, die ihren Nachnamen nicht in der Zeitung lesen möchte, engagiert sich seit einem Jahr bei „Aufstehen“. „Das Erstarken der AFD machte mir große Angst“, sagte sie. Die überparteiliche Sammlungsbewegung sei für sie zum richtigen Zeitpunkt gekommen. „Es ist mir ein Rätsel, dass so viele Leute angesichts der großen soziale Ungleichheit in unserer Gesellschaft stillhalten oder glauben, dass sie an den Verhältnissen nichts ändern können“, sagte die Hamburgerin.

Politiker säßen ihrer Meinung nach in einem Elfenbeinturm. „Politik wird an den Menschen vorbei gemacht“. Das zeige sich in der Pflege, im Niedriglohnsektor, bei den Renten, der stockenden Energiewende und in der Hartz IV - Gesetzgebung. „Die Bundesrepublik ist hierfür bereits von der UNO gerügt worden – und was passiert? Nichts“, stellte sie klar. Dabei sei Hartz IV Armut per Gesetz.

Urteilsverkündung zur Verfassungsmäßigkeit von Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher

„Dass wir die Grundsicherung heute in den Fokus rücken, hat mit der bevorstehenden Urteilsverkündung zur Verfassungsmäßigkeit von Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher durch das Bundesverfassungsgericht am 5. November zu tun“, erklärte Thorsten aus Lübeck. Thematisch sei „Aufstehen“ breit aufgestellt. Für den Lehrer ist die Forderung nach mehr Demokratie eine Herzensangelegenheiten. „Wir verstehen uns als Bewegung“, sagte der Lübecker.

Noch seien sie wenige, aber alle seien mit dem Herzen dabei. Vom Trägerverein fühlt sich die Basis vernachlässigt. „Dort gibt es einen E-Mail-Verteiler mit 170.000 Adressen von potenziellen Unterstützern, aber die Menschen werden nicht informiert“, bedauerte Thorsten. „Anstöße für Veränderungen müssen von der Basis organisiert werden“, ist er sich sicher. „Wenn sie von oben kommen, gibt es Probleme.“

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