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Neumünster Großbaustelle hinter dem Vorhang
Lokales Neumünster Großbaustelle hinter dem Vorhang
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07:00 07.08.2019
Von Thorsten Geil
Berthold Heitker (links) und Torben Aszmoneit von der Bauverwaltung (rechts) schauen auf der Baustelle der Niederdeutschen Bühne Neumünster (NBN) mit Niels und Mareike Münz in die Pläne. Quelle: Michael Ermel
Neumünster

Vor sechs Jahren hatte der damalige Bühnenleiter Dieter Milkereit vorsichtig bei der Stadt angefragt, ob man vielleicht die Toilettenanlage des Studiotheaters der Niederdeutschen Bühne (NBN) einmal modernisieren könnte. Jetzt ist es soweit – aber nicht nur das: Die Stadt lässt einen Rundumschlag machen und saniert hinter den Kulissen gleich richtig.

WC-Anlage war unzumutbar

Die WC-Anlage aus den 1960er-Jahren war tatsächlich schon lange unzumutbar geworden. Besonders für die Schauspieler war das oft ein Graus, denn sie mussten dieselbe kleine Anlage benutzen wie die Besucher. „Dann stand man da manchmal kurz vor der Aufführung im Kostüm und musste warten, das war schon blöd“, sagt der heutige Bühnenleiter Niels Münz. Für ihn und sein Team sind die Pläne der Stadt ein großer Wurf: „Wir bekommen ja ein fast runderneuertes Theater.“

Alles ist entkernt

Hinter der Bühne und dem Zuschauerraum des kleinen Theaters in der Werkhalle an der Klosterstraße hat die Stadt jetzt alles komplett entkernt. Alle Wände, die Probebühne, das Lager und die Decken sind entfernt; der Raum von 12 mal 21 Metern mit Blick bis aufs Dach wirkt jetzt riesig. Das wird sich bald wieder ändern.

Für die Besucher wird eine neue WC-Anlage inklusive eines Behinderten-WCs gebaut, die alte Anlage wird für das NBN-Team modernisiert. Dann werden gleich zwei neue Probebühnen installiert, damit auch an zwei Stücken gleichzeitig gearbeitet werden kann. Hinzu kommen Künstlergarderoben und ein „Fluchttunnel“ als Notausgang.

Brandschutz und Statik werden gewährleistet

Als die Fachleute der Bauverwaltung sich wegen der WC-Anlage hinter den Kulissen des Theaters genau umschauten, fanden sie tatsächlich einigen Sanierungsbedarf. „Wir erfüllen jetzt die heutigen Anforderungen des Brandschutzes und sorgen für eine sichere Statik“, sagten Berthold Heitker und Torben Aszmoneit von der Bauverwaltung. Die eingezogenen Decken waren in mehrfacher Hinsicht einfach nicht mehr zulässig, denn dort lagerte die NBN viele Requisiten und schwere Bühnen-Elemente.

Wenn sich zur neuen Spielzeit Ende September der erste Vorhang hebt, wird vermutlich hinter den Kulissen noch nicht alles fertig sein, aber die Toilettenfrage soll auf jeden Fall gelöst sein.

Großbaustelle geht weiter

Ab dem Herbst geht es dann oben auf der Werkhalle weiter, denn die Verwaltung wird den Ratsbeschluss umsetzen, das Dach zu erneuern. Damit soll gewährleistet werden, dass das historische Gebäude aus dem Jahr 1947 noch lange für die NBN und (im vorderen Bereich) für die Veranstaltungen des Kunstfleckens genutzt werden kann. Im Sommer 2020 soll das neue Dach fertig sein, so der Plan.

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