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Neumünster Sparkasse Südholstein schließt drei Filialen
Lokales Neumünster Sparkasse Südholstein schließt drei Filialen
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17:33 28.10.2013
Von Sabine Nitschke
Frontal gegenüber stehen sich die Filiale der VR Bank und das Haupthaus der Sparkasse Südholstein am Kuhberg. Quelle: König
Neumünster

Der Schritt ist mit Wirkung zum 15. Januar 2014 geplant. „Immer mehr Kunden nutzen das Internet oder Telefon, um ihre Bankgeschäfts bequem von zu Hause oder unterwegs er erledigen“, begründete Ralph Schmieder, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein, die Entscheidung. Gleichzeitig wüchsen die Ansprüche der Kunden an hochwertige persönliche Beratung in allen Lebenslagen. „Vor diesem Hintergrund wird es immer schwieriger, das umfangreiche Leistungsangebot an allen 47 Standorten vorzuhalten“, sagte Schmieder.

 Im Kreis Segeberg ist von der Schließungsaktion die Filiale Hartenholm, im Kreis Pinneberg sind sieben Zweigstellen betroffen. „Dicht gemacht“ werden auch sechs Selbstbedienungsstandorte, bei denen es sich überwiegend um Geldautomaten handelt. In Neumünster gilt das für den Standort in den Holstenhallen, bei Karstadt sowie an der Kieler Straße 31.

 Schmieder findet, dass die Sparkasse Südholstein mit 36 Filialen (sechs in Neumünster, 16 im Kreis Segeberg und 14 im Kreis Pinneberg) und 18 SB-Standorten (davon sechs in Neumünster) dennoch ein flächendeckendes Netz für ihre Kunden vorhält. Und betont: „Schon heute beraten unsere Angestellten nicht nur in den Filialen, sondern besuchen die Kunden auch außerhalb der Öffnungszeiten daheim.“ Die Mitarbeiter jener Filialen, die im Januar schließen, würden in aller Regel an benachbarte Standorte wechseln.

 „Eine schlechte Lösung“, kommentierte gestern Stadtteilvorsteher Uwe Holtz die Schließung der Sparkassen-Filiale Brachenfeld-Ruthenberg. Gerade Brachenfeld sei ein überalterter Stadtteil, nicht nur wegen der drei Altenheime: „Hier regt sich jetzt schon Widerstand, ich habe bereits diverse böse Anrufe gehabt.“ Vor diesem Hintergrund könnte er verstehen, falls Kunden die Bank wechseln würden. „Gerade die ehemalige Stadtsparkasse Neumünster hat ja immer mit ihrer Kundenfreundlichkeit geworben. Und dabei nimmt sie Kontoführungsgebühren, auf die andere Institute verzichten.“