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Neumünster Stadtwerke feuern Vorstand Thomas Junker
Lokales Neumünster Stadtwerke feuern Vorstand Thomas Junker
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19:13 29.01.2019
Von Anne Holbach
SWN-Geschäftsführer Thomas Junker (links) wurde jetzt vom Aufsichtsrat des Unternehmen entlssen. Sein Kollege  Tino Schmelzle bleibt als kaufmännsicher Geschäftsführer an Bord. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Bei den Stadtwerken Neumünster (SWN) kehrt keine Ruhe ein: Das stadteigene Versorgungsunternehmen hat sich am Montagabend von Thomas Junker getrennt. Der technische Geschäftsführer sei „ab sofort von seinen Aufgaben entbunden“, teilte der Konzern mit. Tino Schmelzle bleibt kaufmännischer Geschäftsführer. Die Entscheidung fiel am Montagabend in einer Aufsichtsratssitzung.

Zugleich wurde Bernd Michaelis, der am 2. Januar als Hauptgeschäftsführer wieder das Ruder bei den Stadtwerken übernahm, zum Sprecher der Geschäftsführung benannt. Der 67-Jährige stand bereits bis 2011 für zehn Jahre an der SWN-Spitze und wurde aus dem Ruhestand zurückgeholt. Er verantwortet nun auch die Geschäftsbereiche von Junker.

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Thomas Junker wartet auf Erklärung der Stadtwerke Neumünster

„Ich bedauere sehr, dass der Aufsichtsrat mir nun verwehren möchte, den Weg von SWN weiter von führender Stelle aus zu begleiten“, schrieb Thomas Junker den Kieler Nachrichten. Er warte gespannt auf eine Erklärung. Zwar hatte der Aufsichtsrat vor Kurzem den Wirtschaftsplan für 2019 gebilligt, das Vertrauensverhältnis zwischen Aufsehern und Geschäftsführung galt aber als belastet.

Die Neuausrichtung des Konzerns stehe an oberster Stelle, hieß es vom Aufsichtsrat. Davon sei auch die Führungsspitze nicht ausgenommen. Ziel seien eine höhere Effizienz und eine nachhaltige Stärkung der Ertragskraft. In einer der „nächsten Sitzungen“ werde der Aufsichtsrat die zukünftige Führungsstruktur festlegen, so die vage Formulierung. Er tagt erneut Ende Februar, dann erst wieder im April.

Nicht nur Thomas Junker musste SWN verlassen

Die Aufsichtsratsvorsitzende und SPD-Ratsfrau Monika Schmidt wollte sich nicht näher zur Personalie Junker äußern und verwies auf die Vertraulichkeit des Vorgangs. Nur soviel: Der Aufsichtsrat habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Auch Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU) wollte auf Anfrage nichts dazu sagen.

Der gefeuerte Geschäftsführer beklagt, die „notwendige Vertraulichkeit“ habe gefehlt, um das Unternehmen auf Kurs zu bringen. „Es liegt auf der Hand, dass die Geschäftsführung dabei harte Entscheidungen treffen musste, die manchen missfielen.“ Das Personalkarussell hatte sich kräftig gedreht: Nach der Marketing- und der kaufmännische Leiterin hatten die SWN im Herbst Vertriebsleiter Mathias Stolten gekündigt. Letzteres hatte für viel Unmut in der Stadt Neumünster gesorgt.

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