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Neumünster Demonstranten im Kunstnebel
Lokales Neumünster Demonstranten im Kunstnebel
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19:25 08.06.2017
Von Beate König
Bilder wie aus dem richtigem Leben: Komparsen mimen Demonstranten und Polizisten vor der Stadthalle, Schauspielerin Sophie Pfeningstorf weht sich mit Pfefferspray gegen eine Polizisten.. Quelle: Beate König
Neumünster

Die Welten in Neumünster hätten am Donnerstag nicht unterschiedlicher sein können. Auf dem Großflecken dudelte in den Holstenköste-Buden Discobeschallung, auf dem Kleinflecken dagegen: wabernder Kunstnebel und Demonstranten in Schwarz. Für einen Tatort-Dreh brüllten sie vor der Stadthalle mit Inbrunst Anti-Nazi-Parolen.

"Dunkle Zeit" heißt der Hamburger Tatort mit Wotan Wilke Möhring in der Rolle des Kommissars Thorsten Falke, für den die Stadthalle zwei Tage lang zum Schauplatz wurde. „Eigentlich spielt die Handlung um einen Mord in der Parteispitze in Niedersachsen“, erklärte Produktionsleiter Holger Heinßen. Die Stadthalle eigne sich wegen des städtischen Ambientes von Treppen und Eingang als Kulisse, die effizient genutzt werden könne. 15 unterschiedliche Bilder von jeweils zehn bis 50 Sekunden Länge wurden für zwei Szenen des Kultkrimis gedreht.

Neumünsteraner wunderten sich über die Fahnen der Partei „Die neuen Patrioten“, die zwei Tage vor der Halle wehten. „Die Partei ist eine pure Erfindung des Drehbuchautors und Regisseurs Niki Stein“, erklärte Heinßen.

Der Regisseur instruierte für die Demo insgesamt 90 Komparsen über mehrere Stunden. Mit allen Helfern hinter den Kulissen und den Security-Leuten waren 150 Beteiligte auf dem Tatort-Set in der Stadt. Voraussichtlich im Frühling 2018 wird der Tatort mit den Szenen aus Neumünster gesendet.

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