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Neumünster Trotz tonnenschwerer Last war kein Knirschen zu hören
Lokales Neumünster Trotz tonnenschwerer Last war kein Knirschen zu hören
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17:19 07.10.2009
Neumünster

Risse im Beton der 1973 aus 13 Spannbetonfeldern errichteten Brücke und Schadensfälle bei ähnlich alten Betonbauwerken waren für den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein Anlass, die Gleisüberführung im nördlichen Bereich des Rings in Neumünster zu testen. Zuletzt war der Beton in den 90er Jahren überprüft worden. Das beauftragte Ingenieurbüro Bürger und Jäckle aus Henstedt-Ulzburg holte Messtechniker der Materialprüfanstalt für Bauwesen aus Braunschweig, der Landesbetrieb vier mit 40 Tonnen Gewicht gefüllte Lkw zum Belastungstest.

Messtechniker Matthias Kloß und Robert Teuber präparierten die Brücke bereits Tage vorher an zwölf Punkten mit Sensoren. Jeweils an den sogenannten Arbeits- oder Koppelungsfugen zwischen den Spannbetonstücken wurden die Messfühler installiert, die im Mikrometerbereich Bewegungen der Betonteile registrieren.

Während der Testphase, bei der an drei Stellen auf der Brücke zunächst zwei, dann vier Lkw an von Böhme markierten Belastungspunkte rollten, war die Strecke für den Durchgangsverkehr gesperrt, jedoch rollten ICE und Regionalbahnen nach wie vor unter dem Bauwerk hindurch. Die Vibrationen der Schienenfahrzeuge erreichen den Baukörper nicht, sagte Kloß, der mit Teuber unter den Brückenpfeilern mit Flutlichtlampe, Laptop und einem Messverstärker, an den die Sensoren per Kabel angeschlossen waren, arbeitete. „Eher schon der Luftdruck, den die Bahn aufbaut.“ Da jedoch alle Züge mit Stadtgeschwindigkeit vorbeibrausten, sei auch dieser Druck zu vernachlässigen.

„Es gibt Brücken, da knirschen die Lager bei Belastung“, berichtete Teuber. Die Max-Johannsen-Brücke dagegen ruhte auch mit 160 Tonnen auf dem Buckel still. Nur, wenn die Fahrer beim Positionswechsel die Lkw-Bremsen lösten, hörte man von acht Meter weiter oben das Zischen der Ventile.

Nach 90 Minuten war der Sicherheitscheck abgeschlossen und für Autofahrer hieß es wieder bedenkenlos: Bahn frei!

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