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Neumünster 200 beim Verdi-Warnstreik
Lokales Neumünster 200 beim Verdi-Warnstreik
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19:30 20.03.2018
Von Frida Kammerer
Mehr als über 200 Verdi-Mitglieder haben in Neumünster gestreikt. Betroffen waren unter anderem die Verwaltung und die Kitas. Quelle: hfr
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Neumünster

Von den rund 200 Streikenden kamen am Dienstag etwa 40 bis 50 aus den neun städtischen Kitas, die sich alle am Streik beteiligt haben. Diese hatten allesamt eine "Bedarfsgruppe" eingerichtet, in denen die Eltern ihre Kinder unterbringen konnten. Mareile Fuhrmann (34) hat in der Kita Haartallee davon Gebrauch gemacht: "Gestern wurde das organisiert, das lief ganz gut", sagte sie. Zwar habe sie Einschränkungen hinnehmen müssen, aber das sei in Ordnung gewesen. Verständnis hatte sie für den Streik schon: "Ich finde, die Mitarbeiter sollen auf jeden Fall mehr Geld bekommen".

Nicht nur die Kitas waren in Neumünster betroffen. Auch die Stadtverwaltung, die Bundesagentur für Arbeit, die Stadtwerke und das Technische Betriebszentrum wurden zeitweise bestreikt. In den Stadtteilen Einfeld und Gartenstadt wurden die grünen und grauen Tonnen sowie die gelben Säcke nicht abgeholt. Die Touren der Abfallentsorgung werden auch nicht nachgeholt.

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Mit einem Demonstrationszug ab 7.30 Uhr vom vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) in der Niebüller Straße bis in die Innenstadt begann der Streiktag. Anschließend gab es in der Verdi-Geschäftsstelle am Kuhberg ein Frühstück für alle Streikenden. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro. Auszubildende und Praktikanten sollen 100 Euro mehr bekommen. Bisher liegt kein Gegenangebot der Arbeitgeber vor. Am Freitag, 13. April, ist die nächste Tarifrunde. "Das war nicht unser letzter Warnstreik", kündigte Annette Falkenberg an.

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