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Neumünster Ist Online der Killer für den Handel?
Lokales Neumünster Ist Online der Killer für den Handel?
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19:10 05.09.2019
Von Thorsten Geil
Neue Umfrage: Michael Keller und Eva-Jana Manke vom Citymanagement zeigen den (vergrößerten) Umfragebogen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Die Ergebnisse werden voraussichtlich gute Rückschlüsse erlauben, ob die Stadtplanung und der Einzelhandel in den vergangenen Jahren alles richtig gemacht haben.

Die Umfrage startet Sonnabend

2013 gab es diese Umfrage zum ersten Mal, also etwa ein Jahr nach Eröffnung des Designer-Outlet-Centers (DOC). 2016 wurde die Befragung nahezu identisch wiederholt – allerdings erweitert um Fragen zur Holsten-Galerie, die ein Jahr zuvor eröffnet hatte. Nun folgt der dritte Durchgang.

„Wir haben die meisten Fragen so gelassen, damit wir wirklich eine Vergleichbarkeit bekommen“, sagt Keller. Es geht beispielsweise darum, wie oft man wo einkauft, mit welchem Verkehrsmittel man die Geschäfte ansteuert und um generelle Einschätzungen der Einkaufsstadt Neumünster.

Die Meinung zu Parkplätzen, dem gastronomischen Angebot und anderen Anziehungspunkten werden erbeten - ebenso die Frage, in welchen Städten man sonst noch einkauft. Neu dabei ist lediglich ein kleiner Fragenkatalog zum örtlichen Handwerk.

Fragebogen wird an Haushalte in und um Neumünster verteilt

Die Königsfrage ist für Michael Keller allerdings, ob die Bürger mehr oder weniger in Neumünster einkaufen als in den Vorjahren. „Ist das Internet wirklich so gefährlich für den stationären Einzelhandel, wie immer behauptet wird? Das ist sehr spannend zu erfahren“, meint Keller.

2016 hatte es in dieser Frage im Vergleich zu 2013 einen deutlich positiven Trend gegeben: Mehr als ein Fünftel der Befragten hatten in Neumünster „mehr“ oder sogar „deutlich mehr“ eingekauft als zuvor. Es konnten also Kunden zurückgewonnen werden. Und die kauften auch noch häufiger ein: 44 Prozent taten es mindestens einmal in der Woche in der Innenstadt.

Citymanagement Neumünster fragt auch im Internet ab

Der Fragebogen wird am Sonnabend (7. September) in einer Auflage von gut 60.000 Exemplaren an alle Haushalte in Neumünster und den Umlandgemeinden im Umkreis von etwa 20 Kilometern verteilt. Bis zum 20. Oktober können die ausgefüllten Bögen beim Citymanagement am Großflecken 46 in einen besonderen Briefkasten eingesteckt werden. Ebenfalls ab Sonnabend sollen die Fragen auch im Internet unter www.umfrage.city-nms.de freigeschaltet sein.

Michael Keller wechselt nach Eutin

Es wird die letzte Umfrage sein, die Michael Keller als Citymanager in Neumünster verantwortet. Er hat gekündigt und wird am 1. November Geschäftsführer der Eutin GmbH, einer Gesellschaft für Touristik, Kurbetrieb und Marketing. Keller (45) ist seit 201 1 Neumünsters erster Citymanager; zuvor war er das zwei Jahre lang in Schleswig. „Ich bin von Hause aus Touristiker und wollte gern in diesen Bereich zurück. Das ist in Neumünster leider nicht möglich. Ich gehe aber definitiv mit einem weinenden Auge“, sagt Keller. Er hat nach allgemeiner Auffassung einen guten Job gemacht und viele Ideen zur Belebung der Innenstadt entwickelt.

Die Nachfolgersuche läuft in der Wirtschaftsagentur. „Wir werten gerade Bewerbungen aus und werden dann Vorstellungsgespräche führen“, sagte die Geschäftsführerin Iris Meyer.

Nach dem Brand an der Anscharstraße in Neumünster ist das komplette Mehrfamilienhaus jetzt nicht bewohnbar. Am Donnerstagmorgen war ein Feuer in einer Wohnung ausgebrochen. Die Behörden hatten sogar die Bewohner der Innenstadt gebeten, die Fenster und Türen zu schließen. Verletzt wurde niemand.

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