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Neumünster Polizeieinsatz mit Rasseln und Pfeifen
Lokales Neumünster Polizeieinsatz mit Rasseln und Pfeifen
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14:54 06.02.2019
Von Karina Dreyer
Rund 100 Mitglieder der Gewerkschaft der Polizei legten eine aktive Mittagspause auf dem Großflecken in Neumünster ein, um die Verhandlungsrunde für Tarifbeschäftigte der Länder in Potsdam zu unterstützen. Quelle: Karina Dreyer
Neumünster

Hintergrund für die „aktive Mittagspause“ der rund 100 Kollegen war die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder, die gestern in Potsdam begann.

„Wir wollen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens 200 Euro pro Monat“, erklärte Ulrich Bahr, stellvertretender Vorsitzender der GdP-Regionalgruppe Schleswig-Holstein Mitte, das Ziel der Verhandlungen. Darüber hinaus sollen die strukturellen Verbesserungen in der Eingruppierung der Entgeltordnung erzielt werden, wie sie bereits bei den Verhandlungen bei Bund und Kommunen erreicht wurden. „Das kann doch nicht sein, dass das auf Landesebene noch nicht passiert ist“, ärgert sich der Polizeibeamte. Es ginge um die Innere Sicherheit: Mit den Gehältern könne man beispielsweise keine IT-Spezialisten, die dringend im Kampf gegen Internetkriminalität benötigt werden, zur Polizei locken. „Die Fachkräfte gehen dann lieber in die freie Wirtschaft.“

In den Direktionen fehlt es an allen Ecken und Kanten

Auch Martina Vogt, stellvertretende Vorsitzende der Tarifkommission auf Landesebene, macht ihren Ärger Luft: „Ich finde das einfach ungerecht, dass wir da hinterherhinken.“ In den Direktionen würde es an allen Ecken und Kanten zum Beispiel an Schreibkräften und Sachbearbeitern fehlen. „Das kann doch nicht sein, dass wir da noch hinter der Kommune liegen und wir für jede Endgelderhöhung einzelner Beschäftigte kämpfen müssen, damit das gute Personal bleibt.“

Mit ihrer aktiven Mittagspause möchten sie die Verhandlungen in Potsdam unterstützen. „Der öffentliche Dienst darf in der Einkommensentwicklung nicht länger hinter der Wirtschaft hinterherhinken. Die Einkommensentwicklung ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich langsamer verlaufen als in vielen anderen Branchen“, sagte Oliver Malchow, Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, am Dienstag in Berlin. Und GdP-Tarifexperte René Klemmer machte klar, dass es an der Zeit sei, den öffentlichen Dienst an der positiven konjunkturellen Entwicklung der vergangenen Jahre teilhaben zu lassen. Die Steuerüberschüsse der Länder seien immens, die Kassen voll.

Keine Sorge um die Sicherheit

Die Gewerkschaft der Polizei vertritt in den Verhandlungen rund 18000 aktive Beschäftigte vom allgemeinen Verwaltungsdienst über den fernmeldetechnischen Dienst, Polizeiärzte, Beschäftigte in der Informationstechnik, Techniker, Beschäftigte der Hubschrauberstaffel, Kfz-Mechatroniker, Schreiner, Elektriker oder Waffenmechaniker.

Um die Sicherheit im Land müsse sich niemand Sorgen machen, betonte Martina Vogt: „Wir als Polizei funktionieren immer, das müssen wir ja auch. Aber all das geht zu unseren Lasten.“

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