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Neumünster Unternehmer aus Neumünster üben Kritik
Lokales Neumünster Unternehmer aus Neumünster üben Kritik
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18:03 25.10.2019
Von Thorsten Geil
Ulf Michel und Bianka Lohmann vom Unternehmensverband Mittelholstein stellten die Herbstumfrage vor. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Rund 60 der 293 Mitgliedsunternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt; sie beschäftigen zusammen mehr als 6500 Menschen. Immerhin 50 Prozent bezeichnen ihre aktuelle Lage als „gut“, 38 Prozent als „befriedigend“, 12 Prozent als „unbefriedigend“, aber niemand spricht von einer schlechten Situation. In der ersten Jahreshälfte 2020 erwarten 26 Prozent einen steigenden Umsatz, und 55 Prozent gehen von einer stabilen Lage aus.

"Mit mehr Leuten könnte man noch mehr schaffen"

Die Unternehmer in der Region stören sich an steigenden Arbeits- und Energiekosten, aber das eindeutig größte Problem ist, ausreichend und richtiges Personal zu finden. Michel: „Die Auftragslage ist in vielen Unternehmen wirklich gut. Aber sie könnten noch mehr schaffen, wenn sie mehr Leute hätten.“ 70 Prozent der befragten Unternehmen finden, dass qualifizierte Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt nur unbefriedigend oder schlecht zu finden sind. Immerhin 35 Prozent gaben an, interessierte Arbeitnehmer wegen des Standorts Neumünster nicht bekommen zu haben.

Ständig neue Gesetze und Verordnungen stören

Eine Aussage aus der Umfrage soll nach Wunsch des UVM ausdrücklich in den Rathäusern, Amts- und Kreisverwaltungen ankommen: „78 Prozent unserer Unternehmen sind der Meinung, dass es zu viele Verwaltungsebenen gibt und damit eine Überverwaltung besteht", sagte die UVM-Geschäftsführerin Bianka Lohmann. Und der Anteil der Firmenchefs, die ihr Geschäft durch ständig neue Gesetze und Verordnungen erschwert sehen, stieg in den vergangenen beiden Jahren von 36 auf 38 Prozent.

Verband fordert mehr Gewerbefläche

Der Wirtschaftsstandort Neumünster hat sich nach Einschätzung von Ulf Michel durchaus positiv entwickelt; zuletzt hätten sich mehrere große Unternehmen angesiedelt, Hilton wolle ein Hotel bauen. „Aber die Stadtverwaltung muss mit Hochdruck ein neues interkommunales Gewerbegebiet mit Krogaspe oder Boostedt planen und umsetzen. Neumünster hat nur noch 330.000 Quadratmeter Gewerbeflächen im Angebot, das ist nicht viel.“

"Nicht immer nur neues Personal einstellen"

Mit Sorge sieht Michel auch die jüngste Entwicklung im Haushalt der Stadt Neumünster. Nach mehreren Jahren mit zum Teil riesigen Überschüssen scheint es 2019 voraussichtlich wieder ein Minus von geschätzt 1,5 Millionen Euro geben. Michel hat einen Vorschlag an die Stadtverwaltung: „Statt Jahr für Jahr mehr Mitarbeiter einzustellen und die Personalkosten in nur sieben Jahren von 66 auf 98 Millionen Euro hochzutreiben, sollte man vielleicht andere Möglichkeiten ausschöpfen, beispielsweise Digitalisierung, Effizienzsteigerung oder Senkung der viel zu hohen Krankenquote von 6,8 Prozent.“

Fast 17.000 Beschäftigte

Der Unternehmensverband Mittelholstein hat im Raum Neumünster und Rendsburg mehr als 500 Mitgliedsunternehmen. In Neumünster sind es 293 Firmen mit zusammen 16.800 Beschäftigten.

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