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Neumünster Antonov-Doppeldecker über der Stadt
Lokales Neumünster Antonov-Doppeldecker über der Stadt
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19:42 26.08.2018
Von Benjamin Steinhausen
Haben den Flug mit der Antonov AN-2 genossen: 20 Minuten lang flogen Stefan Gälläsch und sein Sohn Alexander über Neumünster. Quelle: Benjamin Steinhausen
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Neumünster

Der legendäre russische Flieger war auch diesmal wieder eines der Highlights bei dem Flugplatzfest. „Wir hatten überhaupt keine Bedenken. Der Flug über das Stadtgebiet hat uns beiden Spaß gebracht“, sagte Stefan Gälläsch. „Die Antonov AN-2 ist der größte einmotorige Doppeldecker weltweit. Davon sind noch einige wenige im Flugbetrieb“, erzählte Crew-Mitglied Kevin Girnth vom Verein Aeroclub Aviators aus dem mecklenburgischen Neustadt-Glewe.

In Neumünster waren am Wochenende sogar zwei Antonovs zu Gast. Auch das Skydive Stadtlohn Team, das Fallschirmsprünge angeboten hatte, stieg mit einer AN-2 hoch. „Bis 2004 wurden 18000 Antonov als Mehrzweckmaschine produziert. Ersatzteile sind daher problemlos zu bekommen. Das Flugzeug ist supereffektiv, weil es bis zu eineinhalb Tonnen Ladung transportieren kann und kurze Starts und Landungen möglich sind. Es wurde überall eingesetzt. Als Post- oder Agrarflieger, als Passagierflugzeug und auch im militärischen Bereich“, so Girnth weiter. Der Rumpf der Antonov ist aus Aluminium, die Flügel sind mit Stoff bespannt.

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Doch nicht nur große Flugzeuge und Hubschrauber waren am Wochenende am Start. Die Modellbausparte des Flugsportclubs Neumünster zeigte einige ihrer Modelle. Theo Brust hatte seinen selbstgebauten Huey-Chopper mit Elektroantrieb mitgebracht. „Das Modell wiegt 14,5 Kilogramm. Jedes Gramm zählt“, sagte er. An Bord hat er spezielle Messtechnik, die er auslesen und sein Fluggerät gegebenenfalls nachjustieren kann. Fliegen durften die Modelle jedoch nicht. „Wegen unvernünftiger Drohnenbesitzer gibt es jetzt schärfere Gesetze. Es wäre ein so großer Aufwand vonnöten, der zudem den eigentlichen Flugbetrieb stören würde“, berichtete Modellbauer Thomas Wingert.

Nachdem am verregneten Sonnabend nur etwa 500 Besucher am Flugplatz waren, zählte der Flugsportclub am Sonntag 12000 Besucher. „Das war ein fantastischer Tag. Wir hatten tolles Flugwetter und sämtliche Rundflüge haben die Besucher gut angenommen“, resümierte Wolfgang Meyer-Haack, Präsident des Flugsportclubs. Die am Wochenende eingenommenen Erlöse kommen der Jugendarbeit des Flugsportclubs zugute.

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