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Neumünster Zwei Ausnahmekünstler auf der Bühne
Lokales Neumünster Zwei Ausnahmekünstler auf der Bühne
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16:31 15.08.2019
Von Susanne Wittorf
Die Besucher Brigitta Wolos (vl.), Musicalsängerin Christina Patten, ihr Partner Max Poschau und Hans-Georg Wolos freuen sich auf das Konzert. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

So etwas erleben die Holstenhallen auch während des Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) nur ganz selten: 4900 Besucher strömten am Mittwochabend freudig erregt in die ausverkaufte „Royal Albert Hall of Northern Germany“, wie SHMF-Intendant Christian Kuhnt die Halle mit einem Augenzwinkern bezeichnete. Bereits zur Pause gab es stehende Ovationen für Janine Jansen, Sir Simon Rattle und das London Symphony Orchestra.

Begrüßungsrede von Intendant Kuhnt erntet tosenden Applaus

„Lassen sie uns unsere Freunde aus Großbritannien in diesen Tagen ganz besonders willkommen heißen“, forderte Intendant Kuhnt das Publikum in seiner Begrüßungsrede auf und erntete prompt tosenden Applaus. Die Begeisterung für die überaus spielfreudige SHMF-Portraitkünstlerin Janine Jansen, den gewitzten Stardirigenten Sir Simon Rattle und sein virtuos aufspielendes Londoner Symphony Orchestra sollte über die gesamte Länge des zweieinhalbstündigen Konzertes nicht abreißen.

Eine Sternstunde der Kunst beim SHMF

„Gott muss einen sehr guten Moment gehabt haben, als er diese Ausnahmekünstler zusammenbrachte“, meinte Besucherin Maria Love. Die Kombination aus Schönheit und Talent sei einfach überwältigend. „Der Sinn von Kunst ist es, die Menschen zu berühren“, Diesen Abend empfinde sie als eine Sternstunde der Kunst. „Man kann gar nicht anders, als ein Tränchen zu verdrücken“, meinte die Neumünsteranerin.

Janine Jansen ist eine Granate“

Ähnlich sah es Hans-Georg Wolos, wenn er es auch etwas anders formulierte. „Janine Jansen ist eine Granate“, sagte der ausgebildete Musiker und Leiter des Mädchen-Musikzugs Neumünster. Er sei tief beeindruckt, auch von der Arbeit Sir Simon Rattles am Pult. „Allein die Leidenschaft, mit der er verschiedene Passage herausarbeitet, verdient größte Hochachtung“, sagte Wolos. Rattles charismatisches Dirigat mit ganzem Körpereinsatz und sprechender Mimik erinnere ihn an Auftritte von Leonard Bernstein. „Einfach fantastisch“, urteilte der Neumünsteraner.

Das „faszinierende Orchester“ hatte es Sieglinde Harbeck besonders angetan. Vor acht Jahren hatte sie die Musiker schon einmal in Lübeck erlebt. „Heute Abend sind sie noch besser. Ich sauge den Klang ein, wie frische Luft“, sagte die Nortorferin.

Leichtigkeit als Lohn schwerer Arbeit

„Wir sind total begeistert“, sagten Christina Patten und ihr Partner Max Poschau. Beide erlebten Sir Simon Rattle das erste Mal live auf der großen Bühne. Die ausgebildete Musicalsängerin Christina Patten war dem britischen Dirigenten 2010 bereits während ihres Studiums an der Universität der Künste Berlin begegnet. „Wir standen mit 200 Tänzern in einem Saal und sollten zur Musik der Berliner Philharmoniker, deren Chefdirigent Sir Simon Rattle damals war, tanzen“, erzählte Christina Patten. Sie erinnere sich noch genau, welch große Schwierigkeiten sie mit dem Zählen ihrer Schritte zu den modernen Klängen hatte. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass der Leichtigkeit der Musik, wie wir sie heute Abend hören, viel harte Arbeit vorangegangen sein muss“, sagte die Expertin.

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