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Neumünster Zwei Heime für Neumünsters Tiere
Lokales Neumünster Zwei Heime für Neumünsters Tiere
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15:58 01.04.2019
Von Thorsten Geil
Bianca Schenk (Tierheim Wasbek, links) überreichte der neuen Leiterin des Tierheims Neumünster, Ramona Rentenatus, eine Grundausstattung für die ersten Tiere. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Die Stadtverwaltung hat auch sofort wieder einen Vertrag über die Versorgung der Fundtiere mit dem Verein abgeschlossen. Allerdings fährt Neumünster ab sofort zweigleisig: Auch mit dem Tierheim Wasbek gibt es einen Vertrag. „Neumünster kann nur zwölf Katzen aufnehmen, das wird in Hochzeiten nicht reichen. Die Einrichtung in Wasbek hat viel Platz für Katzen, aber kaum Kapazitäten für Hunde. Die wiederum können in Neumünster gut versorgt werden“, sagte Thorben Pries, Büroleiter von Oberbürgermeister Olaf Tauras.

Wasbek hatte Neumünsters Fundtiere aufgenommen, seit das Neumünsteraner Heim geschlossen worden war, weil dort das Personal gekündigt hatte. Per Ende Januar hatten die Wasbeker den Vertrag gekündigt, weil sie mit den Konditionen nicht einverstanden waren. Dann sprangen sie – im Sinne der Tiere – aber doch übergangsweise ein (wir haben berichtet).

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Die Ratsversammlung hat dem Neumünsteraner Verein eine Anschubfinanzierung für den Neustart von je 100.000 Euro in 2019 und 2020 bewilligt – plus einen einmaligen Investitionszuschuss von 100.000 Euro. Nun ist mit Ramona Rentenatus eine neue Leiterin eingestellt worden, die gut elf Jahre in verschiedenen Tierheimen gearbeitet hat und zwischenzeitlich mit einem Tierservice selbstständig war. Mit Sandy Laugell (Stellvertreterin) sowie Nina Wolter und Regina Deisler sind drei weitere Fachkräfte an Bord und arbeiten bereits in der Einrichtung im Stadtwald.

Der Wasbeker Verein bekommt laut dem neuen Vertrag ein jährliches Fixum von 30.000 Euro und die üblichen Pauschalen pro Tier: Für eine Katze gibt es beispielsweise 7,50 Euro pro Tag, für einen Hund 15 Euro. Diese Sätze gelten auch für das Neumünsteraner Heim

Die Neumünsteraner können nun auswählen, in welcher der beiden Einrichtungen sie entlaufene Tiere abgeben. Die beiden Heime und die Vereine wollen eng miteinander kooperieren, die Tiere bei besserer Eignung weitergeben und sich gegenseitig aushelfen. „Das wird klappen. Wir sind beide guten Mutes und wollen alle im Sinne der Tiere arbeiten“, sagte Bianka Schenk vom Tierheim Wasbek. So optimistisch äußerte sich auch Ramona Rentenatus.

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