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Nord-Ostsee-Kanal An der Schleuse geht’s voran
Lokales Nord-Ostsee-Kanal An der Schleuse geht’s voran
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19:00 09.10.2013
Von Frank Behling
Für große Schiffe gab es in den vergangenen Wochen Wartezeiten von bis zu acht Stunden. Der Massengutfrachter „JS Missouri“ konnte gestern aber relativ schnell aus dem Kanal in Richtung Ostsee ausschleusen. Quelle: FB
Kiel

Eigentlich sollten am Sonnabend und Sonntag beide großen Schleusenkammern in Betrieb genommen werden. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau mitteilt, ist die Reparatur der Schienen an den Schleusentoren der Nordschleuse so gut wie abgeschlossen. Am Mittwoch traten aber Probleme mit Schrauben an den Schienen auf, so dass eine Verzögerung um eine Woche möglich ist, hieß es beim Amt.

 In den vergangenen sechs Wochen wurden in der großen Nordschleuse die Schienen ausgetauscht, auf denen die Torunterwagen rollen, die die großen Schiebetore führen. Damit die Sperrzeiten der Schleusen möglichst so kurz wie möglich gehalten werden sollten, waren die Schienen an Land montiert worden. In einem über 80 Meter langen Stahlgerüst wurden die Schienen erstmals komplett montiert.

 In dieser Woche wurden beide Schleusentore wieder eingesetzt. Beim Probebetrieb wurden dann die Probleme mit den Schrauben entdeckt, sagt Mathias Visser, Sprecher des WSA. In der kommenden Woche soll nach Abschluss der Nachbesserungen für einen kurzen Zeitraum der Betrieb beider Schleusen erfolgen. Danach erfolgt dann die Baustellenausrüstung von der Nordschleuse zur Südschleuse.

 Geplant ist, dass zeitweise dann in der Südschleuse an zwei Schiebetoren parallel gearbeitet wird. Zunächst sollen die Tore ausgebaut und die Torbahnen vom Schlick befreit werden. Danach werden Taucher ans Werk gehen und die alten Schienen lösen. Grund für die Eile ist der nahende Winter – die Arbeiten sollen vor der Frostperiode beendet sein.

 Bei den kleinen Schleusen steht unverändert nur die Nordschleuse der Schifffahrt zur Verfügung. Die kleine Südschleuse ist aufgrund schwerer Bauwerksschäden noch länger außer Betrieb. Damit es während der Wartezeiten nicht zu Havarien kommt, wird der Ruf nach einem Schlepper im Kanal laut. „Das wäre eine große Hilfe für die Schifffahrt“, sagt Jann Petersen von der Maklerei United Canal Agency. Gegenwärtig liegt der Bereitschaftsschlepper der Reederei SFK in Holteuan an der Fördeseite. Wird er gerufen, muss er jeweils erst durch die Schleuse.

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