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Nord-Ostsee-Kanal Computerproblem legt Kanal lahm
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Computerproblem legt Kanal lahm
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16:17 28.02.2020
Von Frank Behling
Ein Softwareproblem in der Verkehrszentrale in Brunsbüttel (Foto) sorgte am Freitagmorgen für die Vollsperrung des Nord-Ostsee-Kanals. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Gegen 5 Uhr trat das Problem mit dem Computerprogamm auf. "Wir lassen deshalb größere Schiffe mehr in den Kanal. Die Schiffe, die im Kanal sind, werden noch herausgelassen", so Matthias Visser vom Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Kiel.

In Kiel und Brunsbüttel ankern bereits mehrere Schiffe vor den Schleusen. Wie lange die Reparaturarbeiten andauern und ob es während des Wochenendes eine Reparatur geben wird, ist noch unklar. "In Brunsbüttel wird mit Hochdruck an dem Problem gearbeitet", so Visser. Zuletzt hatten Techniker die Software meist noch am selben Tag wieder einsatzbereit bekommen.

Die Verkehrszentrale in Brunsbüttel überwacht den gesamten Schiffsverkehr im Kanal. Dafür werden Bildschirme mit Verkehrsdiagrammen eingesetzt, die die Passagezeiten der Schiffe in den Ausweichstellen koordinieren. Dies geschah bis 2007 manuell per Weg-Zeit-Diagramm.

Vollsperrung für große Schiffe auf unbestimmte Zeit

Hilfe hat die Verkehrszentrale am Morgen durch Lotsen bekommen. "Es ist ein Kollege von uns in der Verkehrszentrale, der die Kollegen vom WSA dort unterstützt", sagte Matthias Probst, Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK 1 aus Brunsbüttel

Gemäß eines Notfallplans werde am Vormittag der Verkehr für kleinere Schiffe der Verkehrsgruppe 1 bis 3 wieder aufgenommen. Für die größeren Schiffe der Verkehrsgruppe 4 bis 6 bleibt die Sperrung aber bestehen.

In Kiel und Brunsbüttel warten mehrere größere Schiffe auf das Einschleusen. Die Störung soll im Laufe des Nachmittags behoben werden.  Danach wird der Kanal wieder für alle Schiffsgrößen freigegeben.

Lesen Sie hier weitere Nachrichten aus dem Nord-Ostsee-Kanal.

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