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Nord-Ostsee-Kanal Frachtercrew führte kein Tagebuch
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Frachtercrew führte kein Tagebuch
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12:02 17.02.2020
Von Frank Behling
Der Frachter "Raba" wurde in Brunsbüttel von der Polizei kontrolliert Quelle: Frank Behling
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Brunsbüttel

Am Sonnabend hatten Beamte des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel das unter zypriotischer Flagge fahrende Motorschiff "Raba" in der Schleuse einer Überprüfung unterzogen.

Kein Tagebuch geführt

Dabei stießen die Beamten an Bord des 81 Meter langen Frachters gleich auf mehrere Verstöße. Dabei bemerkten sie, dass im Ballastwassertagebuch seit Monaten keiner der aufzeichnungspflichtigen Vorgänge, die vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) definierten erforderlichen Mindestangaben enthielt.

Dadurch waren die in der Vergangenheit durchgeführten Ballastwasseroperationen nicht nachvollziehbar. Deutschland ist 2013 dem seit 2004 geltenden Ballastwasser-Übereinkommen der internationalen Schifffahrtsorganisation (IMO) mit dem Ballastwasser-Gesetz beigetreten. Die Vorgaben dafür setzt und überwacht das BSH in Hamburg

Danach müssen größere Ballastwasser-Operationen und auch die Behandlung des Wassers im Schiff aufgezeichnet werden. So soll die Einschleppung von fremden Lebewesen und Pflanzen in die Gewässer der EU verhindert werden.

Sicherheitsleistung eingezogen

Die Polizisten leiteten gegen den Kapitän und dessen Ersten Offizier aufgrund der fehlerhaften beziehungsweise nicht spezifizierten Einträge in mehreren Fällen jeweils ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein und zogen eine Sicherheitsleistung von jeweils 378,50 Euro vor Ort ein. Die Sicherheitsleistung bemisst sich am Gehalt der Seeleute.

Der Frachter durfte danach seine Reise nach Hamburg fortsetzen.

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