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Nord-Ostsee-Kanal Schleusentor mit Brennern demontiert
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Schleusentor mit Brennern demontiert
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17:17 27.02.2018
Von Frank Behling
Jetzt fliegen die Funken: Auf der Schleuse geht der Abbau des ramponierten Schleusentores los. Quelle: Frank Behling
Kiel

"Es ist in unserem Interesse, dass die Arbeiten so schnell wie möglich vorankommen", sagt Matthias Visser vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau. Die Behörde hatte unmittelbar nach der schweren Havarie die Rendsburger Werft Nobiskrug mit der Bergung des Tores beauftragt.

Die Rendsburger Spezialisten für große Stahlbauprojekte kennen das Schleusentor bereits durch verschiedene Reparaturen sehr gut. Bereits am Wochenende hatten die Rendsburger mit der Verlegung von Bergungsgerät begonnen. Am Dienstag um 12.30 Uhr waren der Kranponton "TK9" und der Schwerlastponton "Hörn 20" an dem Tor in Position. Kurz darauf zündeten die Schneidbrenner. Meter für Meter werden die schweren Stahlteile jetzt abgebrannt und auf den Ponton gehoben. Bis zum Wochenende soll das Tor frei von störenden Wrackteilen sein.

Danach steht der nächste Schritt an. "Dann soll der Ausbau des Tores erfolgen. Dafür laufen jetzt intensive Vorbereitungen", sagt Matthias Visser. Das Schleusentor hat im Mittelbereich in sieben Metern Tiefe schwere Schäden. Fünf der der 16 Ballasttanks sind aufgerissen. Wie lange der Ausbau des rund 1000 Tonnen schweren Schleusentores dauern wird, stehe noch nicht fest, so Visser. Die Behörde geht aber schon von einigen Wochen aus.

Der Verursacher der Havarie liegt weiter in Kiel unter Arrest. Das in Portugal registrierte Frachtschiff "Akacia" hatte das Schleusentor am 20. Februar gerammt. Ursache ist vermutlich ein technischer Defekt an der Steuerung der Antriebsanlage. Der Gesamtschaden der Havarie beläuft sich nach ersten Schätzungen auf deutlich über 20 Millionen Euro.

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