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Nord-Ostsee-Kanal Nur „heiße Luft“ statt Ausschreibung
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Nur „heiße Luft“ statt Ausschreibung
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00:16 07.01.2013
Von Frank Behling
Der Neubau der dringend benötigten fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel kommt nicht in Fahrt. Quelle: Frank Behling
Kiel/Brunsbüttel

Beim symbolischen Spatenstich für die rund 300 Millionen Euro teure Baumaßnahme im April 2012 war noch alles im Lot. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer lobte damals im Landtagswahlkampf die Bedeutung der Schleuse und war persönlich nach Brunsbüttel für den Spatenstich gereist. „Passiert ist seitdem nicht viel. Da wurde beim Spatenstich viel heiße Luft um die Ecke geschaufelt“, schimpft Michael Hartmann, Ältermann der Lotsenbrüderschaft NOK I aus Brunsbüttel. Ärger bereiten weiterhin die Wartezeiten vor den Schleusen.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel weist die Kritik zurück. Man habe mit vorbereitenden Maßnahmen begonnen. Ein Düker wurde gebaut und die Verlängerung der Mole 2 für die neue Zufahrt der Schiffe von der Elbe in Angriff genommen. Die Ausschreibung für das Hauptprojekt jedoch ist nicht, wie beim Spatenstich angekündigt, bis zum Jahresende veröffentlicht worden.

Für das eigentliche Schleusenbauprojekt wird erwartet, dass angesichts des Volumens von 300 Millionen Euro alle namhaften großen Wasserbaukonzerne um den Auftrag kämpfen werden. Wegen der Bedeutung des Vorhabens muss die Ausschreibung auch juristisch vorbereitet werden.

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