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Nord-Ostsee-Kanal Jetzt müssen die Taucher ran
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Jetzt müssen die Taucher ran
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12:49 14.03.2018
Von Frank Behling
Jetzt sollen Taucher das Tor mit Schneidbrennern im Unterwasserverfahren in zwei Hälften teilen. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die Bergungsarbeiten an dem schwer beschädigten Schleusentor verzögern sich deutlich. Grund ist ein Wechsel bei dem Trennverfahren für das schwer beschädigte Schleusentor. Wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau am Dienstag mitteilte, muss das Tor jetzt mit Unterwasser-Schneidbrennern auf die konventionelle Art zerschnitten werden. Das Verfahren mit einer Diamant-Seil-Säge war am Montag gescheitert. Die Sägearbeiten hatten am Donnerstag  begonnen und nicht den gewünschten Erfolg gebracht, wie das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau bekanntgab.

Deshalb wird jetzt ein Wechsel des Verfahrens vorgenommen. Nun jetzt müssen Taucher ans Werk und unter Wasser mit Schneidbrennern das Tor in zwei Teile trennen. Dafür muss die Baustelle neu eingerichtet werden, was einige Zeit dauern wird. Wenn das Tor in zwei Teile getrennt ist, soll ein Schwimmkran die beiden Teile aus dem Wasser heben und auf einem Ponton absetzen.

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Wie weit sich die Bergungsarbeiten jetzt verzögern, steht noch nicht fest. Nach KN-Informationen können die Arbeiten aber bis weit in den April hinein dauern. Für die Arbeiten unter Wasser müssen zuerst mehr Kapazitäten für den Einsatz von Tauchern und spezielles Gerät  herangeschafft werden. Außerdem muss die Baustelle neu eingerichtet werden.

Ursprünglich hatten die Bergungsmannschaft gehofft. Das Schleusentor bereits in dieser Woche zu trennen und dann Schwimmkräne für die Bergung anrücken zu lassen. In dem Fall hätte bereits Ende März eines der beiden Ersatztore eingebaut werden können. Dann wäre der Schiffsverkehr auf dem Kanal bereits zu Ostern wieder normal angelaufen. Zur Zeit müssen Schiffe vor dn Schleusen bis zu sechs Stunden warten.

Das Schleusentor war in der Nacht zum 20. Februar von dem Frachter „Akacia“ gerammt und schwer beschädigt worden. Dabei entstand ein Schaden am Tor, der als größte Havarie in der Geschichte der 1914 eingeweihten großen Schleusenkammern in Kiel-Holtenau.

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