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Nord-Ostsee-Kanal Südschleuse in Brunsbüttel wieder frei
Lokales Nord-Ostsee-Kanal Südschleuse in Brunsbüttel wieder frei
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17:48 23.09.2019
Von Frank Behling
In Brunsbüttel steht seit 17 Uhr wieder eine Schleusenkammer für große Schiffe zur Verfügung. Quelle: Frank Behling
Brunsbüttel

Tonnenweise Schlick mussten Taucher und Techniker des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel am Montag aus den Führungsschienen des elbseitigen Tores der Südkammer der großen Schleusen in Brunsbüttel spülen. Und sie hatten dabei Erfolg. Kurz nach 16.30 Uhr gab es dann die ersehnte Nachricht.

Schleusentor lässt sich wieder bewegen

"Wir werden ab 17 Uhr die Südschleuse wieder in Betrieb nehmen", sagte Thomas Fischer vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel. Taucher konnten so viel Schlick unter dem Tor ausspülen, dass sich das 1100 Tonnen schwere Tor wieder fast komplett in den Torbunker fahren lässt.

"Nur etwa ein Meter fehlt noch. Das Tor lässt sich aber so weit öffnen, dass Schiffe wieder in die Schleuse fahren können", so Fischer.

Südschleuse als vorübergehende Lösung

Am Montag hatte es Testläufe gegeben. Die Südschleuse soll jetzt zunächst so lange betrieben werden, bis die Nordschleuse wieder einsatzbereit ist. Dort werden gegenwärtig Torunterwagen an einem Schleusentor gewechselt.

"Das kann bis Mittwochabend dauern. Danach wird dann der Verkehr durch die Nordkammer geführt und die Südkammer für die Endreinigung der Torbahn gesperrt", so Fischer.

Um die Torbahn in dem Bunker komplett zu reinigen, muss erst ein Bagger mit einem Greifer und einem langen Ausleger geholt werden. Dieser Bagger soll die Torkammer dann vom Schlick komplett befreien.

Am Montagmorgen haben Techniker und Taucher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Brunsbüttel einen neuen Versuch gestartet, zumindest eine große Schleusenkammer in Brunsbüttel wieder einsatzbereit zu bekommen. Es gibt eine erste Prognose.

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