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Ostholstein Eine kleines Eekholt ist die Vision
Lokales Ostholstein Eine kleines Eekholt ist die Vision
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16:26 14.04.2010

Der Frühling lockt die Tiere im Malenter Wildgehege aus der Deckung, was wiederum zahlreiche Besucher anzieht. Doch die Betreuer der Anlage, Gerd Schumacher und Günter Kurz, machen sich Sorgen um die Idylle und plädieren für einen größeren Naturerlebnisraum.

Das Problem: „Die tatsächliche Nutzfläche ist eigentlich zu klein“, sagt Gerd Schumacher. So tummelt sich das Schwarzwild - vier Bachen und ein Keiler sowie einige Frischlinge - in einem rund 2,4 Hektar eingezäunten Waldstück. Im Herbst wird der Nachwuchs bejagt und aus dem Gatter entnommen, um wieder Platz für die nächste Generation zu schaffen. Das gleiche gilt normalerweise für das Rotwildrudel, das in einem drei Hektar großen Gatter lebt. Da die Gruppe in diesem Jahr nur aus fünf weiblichen Tieren bestehe, werde es keine Kälber geben. Grund: Der Platzhirsch sei im vergangenen Jahr durch ein mutwillig geöffnetes Tor verschwunden und nicht wieder aufgetaucht. „Und die 500 Euro für einen neuen Hirsch können wir uns finanziell derzeit nicht leisten“, bedauert Günter Kurz. Wesentlich mehr Raum hat das Damwild zur Verfügung. Die sehr friedlichen und neugierigen Tiere können sich frei auf sieben Hektar Wald und Flur sowie auf den Wegen zwischen den Spaziergängern bewegen. „Für die Kinder ist diese Herde mit teilweise sehr zutraulichen Hirschen die Attraktion des Parks“, betont Gerd Schumacher. Und genau in diese Richtung sollte man weiterdenken. „Mit etwas mehr Fläche und der Möglichkeit, die Anlage selbst zu gestalten, könnte man hier mittelfristig ein kleines Eekholt schaffen“, beschreibt Schumacher seine Vision. Ein echter Dachsbau am Knick, ein Uhu im Geäst, ein paar Nistkästen für verschiedene Vogelarten und ausreichend Totholz für Käfer und Insekten. Ökologisch unsinnige Platanen müssten gefällt werden, damit einheimische Waldbäume wieder wachsen könnten, so Schumacher. „Die Mast von einer Eiche und einer Buche versorgt ein Stück Rotwild ein Jahr lang mit Kraftfutter.“

Um all diese Ideen umsetzen zu können, müsste die Gemeinde das Gelände dem Land jedoch abkaufen. Und diese Option bestehe derzeit, erinnert Schumacher an ein entsprechendes Angebot. Angesichts leerer Kassen sei es auch denkbar, dass ein Förderverein in die Bresche springe. Und mit einer vernünftigen Anschubfinanzierung könne man auch Konzepte erarbeiten, wie sich das Wildgehege langfristig selbst tragen könne. „Der Holzpreis ist in den vergangenen Jahr stark gestiegen und durch eine nachhaltige Bewirtschaftung können hier beträchtliche Einnahmen erzielt werden“, erklärt Günter Kurz.

Ein wichtiger touristischer Aspekt: Von einem attraktiven Wildgehege, das schon jetzt viele Besucher anzieht, können auch der Kurpark, die Wunderwelt Wasser, die Uferpromenade und die Tews-Kate profitieren. „In diesem Paket ist für jeden Naturliebhaber etwas dabei.“ dsn

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