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Ostholstein Lärmschutz im Hinterland rückt näher
Lokales Ostholstein Lärmschutz im Hinterland rückt näher
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16:43 10.04.2019
Die Stadt Bad Schwartau im Kreis Ostholstein verlangt von der Deutschen Bahn, die Gleise im Bereich der Stadt in einem sieben Meter tiefen Trog zu verlegen. Quelle: Markus Scholz
Kiel

Wie der FDP-Politiker Bernd Buchholz sagte, hat das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung einen Kompromissvorschlag für den Bahnübergang in Bad Schwartau in ein sogenanntes Akzeptanzpapier übernommen. Dieses sei am Mittwoch bei einem Treffen in der dänischen Botschaft in Berlin an den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann, übergeben worden. Damit solle sich nun der Bundestag befassen, um über Lärmschutzmaßnahmen zu entscheiden, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Auch interessant: Für Bauarbeiten: Bahn stoppt Zug-Verkehr über Fehmarnbelt

Die Deutsche Bahn will zwischen Lübeck und Puttgarden eine zweigleisige Strecke bauen und angesichts der Badeorte an der Lübecker Bucht umfangreich in Lärmschutz investieren. Buchholz schätzt die Kosten für zusätzliche Maßnahmen auf 450 bis 500 Millionen Euro. In Sachen Bad Schwartau seien sich das Dialogforum, der Kreis Ostholstein und das Land mit der Bahn einig. Die Stadt selbst prüfe noch.

Klagen gegen Fehmarnbelt-Tunnel werden erwartet

Nach einem Treffen beim dänischen Botschafter Friis Arne Petersen, an dem auch diverse Bundestagsabgeordnete teilnahmen, zeigte sich Bernd Buchholz erneut zuversichtlich, was den Bau des Fehmarnbelt-Tunnels angeht. Der Planfeststellungsbeschluss zur festen Fehmarnbeltquerung war zu Jahresbeginn ergangen. Dänemark will im Herbst Bauarbeiten beginnen.

In Deutschland dagegen werden Klagen gegen das Milliardenprojekt erwartet. Angesichts der anstehenden Gerichtsverfahren stehe nicht fest, wann der Tunnel kommen wird, sagte Buchholz. „Aber er kommt.“

Den von Umweltschützern kritisierten rund 18 Kilometer langen Tunnel selbst finanziert Dänemark. Das Königreich plant die Eröffnung im Jahr 2028. Deutschland muss nur seine Hinterlandanbindung bezahlen.

Mehr Nachrichten zum Fehmarnbelt-Tunnel finden Sie hier.

Von KN/dpa

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