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Ostholstein Darum klagt der Nabu gegen das Vorhaben
Lokales Ostholstein Darum klagt der Nabu gegen das Vorhaben
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16:00 08.07.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Der Fehmarnbelt-Tunnel ist hochgradig umstritten. Der Nabu hat nun begründet, warum er gegen das Bauvorhaben klagt. Quelle: Fehmern A/S
Berlin

Der geplante Bau des Fehmarnbelt-Tunnels entspreche laut Nabu nicht den europäischen und nationalen Umweltrechtsnormen. Zudem weise das Bauvorhaben eine Reihe von Verfahrensfehlern auf.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller sagte dazu am Montag: „Die Liste der Versäumnisse ist lang. Das überdimensionierte Bauprojekt ignoriert neue Verkehrsprognosen und bagatellisiert die Umweltauswirkungen in einem europäischen Meeresschutzgebiet."

Fehmarnbelt-Tunnel soll 18 Kilometer lang werden

Worum geht es bei dem Bauvorhaben? Zwischen Fehmarn und Dänemark soll eine 18 Kilometer lange Schneise in den Meeresboden gegraben und darin der Fehmarnbelt-Tunnel versenkt werden. Der Verkehr soll über eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige Bahnstrecke laufen.

Dagegen wehrt sich der Nabu. Er wirft den Planern vor, mit dem geplanten Fehmarnbelt-Tunnel den Straßenverkehr überproportional zu stärken anstatt der europäischen Zielsetzung zu entsprechen und den Schienenverkehr zu stärken.

Mit der Klagebegründung will der Nabu den obersten Verwaltungsrichtern deshalb auch ein neues Verkehrsgutachten und eigene Biotopkartierungen im Fehmarnbelt zur Verfügung stellen, um die Rechtsmäßigkeit der Genehmigung zu überprüfen.

Nabu: Schweinswal wird durch Fehmarnbelt-Tunnel gefährdet

Gleichzeitig stellte der Nabu in seiner Bewertung des Planfeststellungsbeschlusses fehlerhafte Verträglichkeiten mit der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie sowie artenschutz- und habitatschutzrechtliche Verstöße fest.

Der Nabu prognostiziert, dass der zu erwartende Schaden durch den kombinierten Straßen- und Bahntunnel im Fehmarnbelt extrem groß und der Schweinswal durch das Vorhaben gefährdet sei. „Ein Projekt, das Schweinswalen einen ihrer wichtigsten Wanderkorridore verbaut und die Zerstörung artenreicher Riffe in Kauf nimmt, hat keine Zukunft", sagt Leif Müller. Auch passe das Verkehrs-Projekt nicht in eine Zeit, wo Hunderttausende junge Menschen für mehr Klima- und Umweltschutz auf die Straße gehen, so Miller weiter.

„Insgesamt ist der ökologische Zustand der Ostsee heute schon besorgniserregend, denn rechtlich verbindliche europäische Umweltziele werden reihenweise verfehlt“, sagte Malte Siegert vom Nabu. Zudem stünden der geringe Bedarf und die ökologischen Schäden für Fischlaichgebiete, artenreiche Sandbänke und Riffe in keinem Verhältnis.

Mehr zum Fehmarnbelt-Tunnel erfahren Sie auf unserer Themenseite.

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