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Ostholstein Flüsterasphalt macht zu viel Krach
Lokales Ostholstein Flüsterasphalt macht zu viel Krach
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10:11 18.04.2018
Von Sven Tietgen
Der Wechsel des A21-Verkehrs auf die neuen Fahrspuren sorgt für Unmut bei den Anwohner in Wankendorf und Stolpe. Quelle: Sven Tietgen
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Wankendorf

Anrufe bei den Verantwortlichen im Landesbetrieb für Straßenbau (LBV) in Kiel fruchteten nicht, jetzt machten die Betroffenen in der Gemeindevertretersitzung ihrem Unmut Luft. „Vorher haben wir nichts gehört, aber jetzt ist es richtig laut, dabei sollte der neue Asphalt drei Dezibel leiser sein als vorher“, erklärte Hubertus Bosmann in der Sitzung am Montag.

Bosmann und die anderen Wankendorfer haben ihre knapp 30 Einfamilienhäuser in den vergangenen Jahren nur wenige Hundert Meter von der A21 entfernt gebaut. Dank Lärmschutzmaßnahmen wie Dreifachverglasung bekamen die Neubürger in den Wohnhäusern bislang kaum etwas von der Autobahn mit. Jetzt machen sie sich Sorgen, dass nach dem Ende der Sanierungsarbeiten der Lärmpegel noch weiter ansteigen könnte. Denn derzeit werden nur zwei Fahrspuren bei Tempo 80 genutzt. „Wir befürchten, dass es nach der Freigabe aller vier Bahnen und der Aufhebung der Tempobegrenzung noch lauter wird. Das könnte sich auf den ganzen Ort auswirken“, sagte Bosmann.

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Besprechung bei Sitzung des Amtsausschusses

Unterstützung bekamen die Froschkoppel-Bewohner in der Sitzung von einem Anwohner aus der Bornhöveder Landstraße, der sich ebenfalls über mehr Autobahnlärm beklagte. Zustimmendes Nicken kam auch aus der Gemeindevertretung, das Gremium beschloss ein Schreiben an den LBV. Zudem legte es mit Hinweis auf die Lärmprobleme die eigentlich geplante Fortschreibung des Lärmaktionsplanes auf Eis. Das Thema soll außerdem am Donnerstag, 19. April, auf der Sitzung des Amtsausschusses Bokhorst-Wankendorf zur Sprache kommen. „Wir werden dort über gemeinsames Vorgehen sprechen“, kündigte Bürgermeisterin Silke Roßmann an.

Amtliches Schreiben soll für Reaktion sorgen

Auch in Stolpe monierten Bürger den gestiegenen Lärmpegel, berichtete Otto Meyer, erster stellvertretender Bürgermeister der Wankendorfer Nachbargemeinde. „Es sollte ja Flüsterasphalt sein, aber gefühlt ist es deutlich lauter als vorher“, sagte Meyer, der zudem von ähnlichen Reaktionen in Ruhwinkel sprach. Ein amtliches Schreiben der Gemeinde Stolpe und des Amtsausschusses hält er für eine gute Idee, um den LBV zu einer Reaktion zu bewegen. Die Betroffenen in Wankendorf haben sich indessen bei Fachfirmen über mögliche Gründe informiert. „Wahrscheinlich war es zu nass und zu kalt, als der neue Asphalt eingebaut wurde.“

Den Kommentar zum Thema lesen Sie hier.

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