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Ostholstein Hansa-Park: Alle wollen in den „Highlander“
Lokales Ostholstein Hansa-Park: Alle wollen in den „Highlander“
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13:50 28.04.2019
Geduldig warteten die Besucher des Hansa-Parks, die als Erste mit dem „Highlander“ in 103 Meter Höhe fahren wollten. Quelle: Sabine Latzel
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Sierksdorf

„Mega“, „Alter Schwede“, „Supertoll“: Diese Worten waren am Sonnabend im Hansa-Park oft zu hören. Am ersten regulären Fahrt-Tag stürmten die Besucher zur neuen Attraktion, dem Freifallturm „Highlander“. Die härtesten Fans hatten bereits seit sechs Uhr morgens vor dem Park gewartet, um als Erste in der Warteschlange zu stehen.

Die ersten Fahrgäste haben vier Stunden gewartet

Pünktlich um 10 Uhr öffnet sich die Holzpforte zum Rondell, in dessen Mitte die 24 grünen Sitze des „Highlanders“ in der Sonne leuchten. 24 glückliche, junge Menschen stürmen heran, es gibt Applaus. Die Bügel werden geschlossen – und dann geht es hoch hinaus, mit Gesang und Gekreisch, wobei Letzteres deutlich lauter wird, als weit oben in der Sierksdorfer Luft die Sitze nach vorn kippen.

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Dann rauschen die ersten Gäste wieder nach unten und kommen strahlend an. Gelächter, Rest-Gekreisch, dann strömen sie an der Security-Mitarbeiterin vorbei, mit der sie sich abklatschen. Die Frau lacht: „Das sind Stammgäste, die haben vier Stunden gewartet.“

„Grinse ich immer noch?“, erkundigt sich Michael Stein aus Bad Schwartau nach seinem ersten „Highlander“-Erlebnis bei seiner Familie – und ja, er tut es. „Es ist mega-hoch“, schwärmt seine Frau Anke. „Als die Sitze nach vorne kippten, hatte ich durchaus ein wenig Angst – aber es war auch sehr schön.“ Auch die Söhne Jonathan (16) und Aaron (13) strahlen. „Ich bin den Leuten vom Hansa-Park richtig dankbar“, erklärt ihr Vater: „Dafür, dass sie sich etwas haben einfallen lassen, worüber sich die Besucher so freuen.“

Glückliche Gesichter, ein durchschnittenes Band und Dudelsäcke: Eindrücke von der „Highlander“-Eröffnung.

Eintrag eines eigenen Schottenmusters in Lila

Das hört Park-Chef Andreas Leicht natürlich gern. Er steht mit seiner Frau Claudia ebenfalls schon früh am Morgen am Fuße des „Highlanders“, um zu sehen, wie die Menschen auf die Fahrt reagieren. „Sie sind begeistert, quer durch alle Altersstufen“, stellt er zufrieden fest. „Als wir den Park vorhin geöffnet haben, sind die ersten Besucher sofort hierher gerannt, um als Erste zu fahren.“

Am ersten regulären „Highlander“-Tag tragen Claudia und Andreas Leicht die typischen, roten Hansa-Park-Jacken, anders als beim Eröffnungsabend am Freitag, als sie lilafarbene Hemden gewählt hatten. Weil sich die Familie anlässlich der Eröffnung des Turms im schottischen Themenbereich einen eigenen Tartan offiziell hat eintragen lassen – ein Webmuster, das häufig für einen schottischen Clan steht. Und dieser „Hansa-Park-Tartan“ ist eben lilafarben.

„Hanse und Hightech für die ganze Familie: Das ist das Motto des Hansa-Parks und wird mit dem Highlander vereint“, sagt Leicht. Denn obwohl der Freifallturm spektakulär ist, sollte er nicht zu extrem geraten – schließlich sollen nicht nur die hartgesottenen, sondern möglichst alle Besucher ihren Spaß daran haben. Deswegen gilt vorerst bis nachmittags der „Tilt“, heißt: Die Sitze werden zwar in 103 Meter Höhe 30 Grad nach vorn gekippt, dann aber wieder in die senkrechte Position gestellt, bevor es mit bis zu 120 Stundenkilometern nach unten geht. Erst nach 15 Uhr wird der „Super-Tilt“ geboten: Die Sitze bleiben beim Fall gekippt.

„Zehn Punkte auf einer Skala von eins bis zehn“

Gerade landen wieder 24 tapfere Mitfahrer am Boden, springen euphorisiert aus den Sitzen. „Wie hoch ist das denn?“, jubelt ein Teenager. „Zehn Punkte auf einer Skala von eins bis zehn“, bewertet Marion Eckelmann aus Sachsen-Anhalt das Erlebnis. Sie ist mit Enkelin Sophie (15) und deren Freund Friedhelm (16) eingestiegen – und will sich vielleicht am Nachmittag noch einmal in die Warteschlange stellen: „Es ist sicher noch schöner, wenn die Sitze nach vorn gekippt sind.“

Verena Moormann aus Boostedt ist vor allem von dem Ausblick über die Lübecker Bucht und Ostholstein fasziniert. „Man hat dort oben richtig Zeit, weit zu gucken“, strahlt sie. Sohn Henrik (16) fasst es knapper zusammen: „Cool.“ Auch Nils Burmeister, Vorsitzender des Hansa-Park-Fanklubs „Hapa-Forum“, lobt die Aussicht vom Turm: „Dieser offene Blick ist beeindruckend.“

Der 33-jährige Eutiner ist mit seiner Kamera angerückt, um auf der Internet-Seite des Fanklubs die Stimmung vor Ort zu teilen. „Das Interesse war und ist riesig, allein zum ,Highlander’ sind 2000 Beiträge im Forum verfasst worden.“ Den Andrang am Eröffnungstag hat Burmeister somit erwartet: „Das zeigt, dass der Hansa-Park das richtige Maß gefunden hat.“

Von Sabine Latzel/Fabian Boerger/RND