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Ostholstein Heikendorfer lassen sich den Optimismus nicht nehmen
Lokales Ostholstein Heikendorfer lassen sich den Optimismus nicht nehmen
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17:38 24.03.2009
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Heikendorf

Beispiel „Dorfkrug“: Erst vor wenigen Wochen wurde die alteingesessene Gaststätte, wie berichtet, nach mehrmonatigem Leerstand als griechisches Restaurant wiedereröffnet. Am anderen Ende der Dorfstraße läuft in den Räumen des ehemaligen „Porzellinchen“ der Umbau für ein Projekt, das auch in diesem Bereich gemeinsam mit dem benachbarten Eiscafé Venezia für mehr Publikumsverkehr sorgen wird. Die Bäckerei Wäger aus Mönkeberg wechselt die Straßenseite und wird sich künftig auf rund 80 Quadratmetern deutlich vergrößern. „Hier gibt es bald leckeren Kuchen“, sagt Gunnar Wäger, ein Satz übrigens, der noch in dieser Woche als Spruch auf einem Werbebanner daherkommt. Bis zu 30 Gästen soll das neue Café Platz bieten. Dazu wird es weitere 20 Außenplätze geben. Der Verkauf von Brot, Brötchen und kleinen Snacks werde zudem weiterlaufen, so Gunnar Wäger. Die Eröffnung sei für Anfang Mai vorgesehen.

Heikendorfs HGV-Vorsitzender Thomas Pekrun ist äußerst erfreut über diese zusätzliche Dorfstraßen-Belebung. Dass die Gemeinde jetzt mit dem neuen B-Plan eine strukturelle Neuordnung der Ortsmitte anpackt, sei ebenfalls „sehr positiv“, so Pekrun.

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Trotz der momentan „schwierigen Zeiten“ auch für den Einzelhandel ist Pekrun optimistisch, was die Attraktivität des Einkaufsstandortes Heikendorf betrifft. Daran würden auch die jetzigen Ladenschließungen nichts ändern, „so bedauerlich diese natürlich in jedem Einzelfall sind“. Das Aus etwa kommt für „Rosen Rot“ im Möltenorter Weg. Uta Faust wird ihr Geschäft für Umstands-, Baby- und Kindermode nach sieben Jahren aufgeben. „Es macht keinen Sinn mehr. Die Umsätze sind in den vergangenen Monaten einfach zu stark zurückgegangen“, sagt sie. Im April werde sie schließen. Bis dahin läuft der Räumungsverkauf.

Bei „Vera Kersch Mode“ im Einkaufszentrum am Schmiedeplatz ist schon in wenigen Tagen Schluss. Auch sie gibt ihr Geschäft in den nächsten Tagen (am 31. März) wegen stark rückläufiger Umsätze auf.

Thomas Pekrun ist überzeugt davon, dass die freie Ladenfläche in „Heikendorfs kleinem Sophienhof“ schon demnächst wieder belegt ist. Was ihn so optimistisch stimmt, ist zum einen die gute Lage und zum anderen die Tatsache , dass „unser früher größtes Sorgenkind“ zuletzt komplett ausgelastet war. Grundvoraussetzung für einen auch künftig attraktiven Einkaufsstandort mit einem Mix an Fachgeschäften sei laut Pekrun allerdings, „dass die Heikendorfer auch in Heikendorf einkaufen und die Kaufkraft im Ort bleibt“.

uhl