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Ostholstein Russisches Atom-U-Boot vor Fehmarn gesichtet
Lokales Ostholstein Russisches Atom-U-Boot vor Fehmarn gesichtet
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18:20 10.07.2019
Von Frank Behling
Die russische Marine startet ihre traditionellen Sommermanöver in der Ostsee. Mehrere Verbände der Nordflotte und der Baltischen Flotte sind in diesen Tagen vor Fehmarn aktiv. Darunter auch wieder ein großes Atom-U-Boot. Quelle: Frank Behling
Kiel

Lange war es nicht sicher, doch seit Mittwochmorgen gibt es bei der Nato Klarheit. Die russische Marine hat wieder ein großes Atom-U-Boot zu Manövern in die Ostsee geschickt. Ein 155 Meter langes und über 15000 Tonnen verdrängendes U-Boot der „Oscar II“-Klasse ist am Vormittag durch den Großen Belt in die Ostsee eingelaufen.

Am Nachmittag passierte es Fehmarn und die Kadetrinne und in den Abendstunden Rügen. Danach soll das Atom-U-Boot mit Manövern in der zentralen Ostsee beginnen und später Kurs auf St. Petersburg nehmen.

Schwester der „Kursk“ in der Ostsee

Nach noch inoffiziellen Angaben und aufgrund der Kennzeichen am Rumpf handelt es sich vermutlich um die 1990 in Dienst gestellte „Smolensk“, ein Schwesterschiff der 2000 gesunkenen „Kursk“. Das von zwei Druckwasser-Reaktoren angetriebene U-Boot gehört zur Nordflotte Russlands.

Hier sehen Sie Bilder von der russischen Marine in der Ostsee.

Begleitet wird das mit sechs Torpedorohren und 24 Startsilos für Raketen bewaffnete U-Boot durch den großen Lenkwaffen-Kreuzer „Marshall Ustinov“, den U-Jagd-Zerstörer „Seweromorsk“ und den Marineschlepper „SB 406“.

Es ist nicht der erste Verband der Marine Russlands in diesen Tagen vor Fehmarn. Zuvor war am Sonntag bereits das konventionell angetriebene U-Boot „Vladikavkaz“ mit einem Schlepper aus dem Nordmeer kommend in die Ostsee eingelaufen.

Fregatte „Schleswig-Holstein“ verfolgt das Atom-U-Boot

Bei der Passage von Fehmarn und der vielbefahrenen Kadetrinne hatte die deutschen Marine die Fregatte „Schleswig-Holstein“ am Mittwoch zur Beobachtung des gewaltigen U-Boots aus der Kieler Bucht entsandt.

Zum Vergleich: Ein Boot der „Oscar II“-Klasse hat die fast zehnfache Verdrängung eines deutschen U-Bootes der Klasse 212A.

Zusätzlich eskortierte das Einsatzschiff „Bayreuth“ der Bundespolizei den Verband entlang der deutschen Außengrenze von Fehmarn bis Rügen.

Weitere Schiffe werden nächste Woche erwartet

Russland hatte zuvor auch die neue Korvette „Vasiliy Bykov“ der Schwarzmeerflotte in die Ostsee geschickt. Nach einer Meldung der russischen Marine soll in den kommenden Tagen außerdem auch die neue Fregatte „Admiral Gorshkov“ mit Begleitschiffen aus Kuba kommend in die Ostsee fahren.

Höhepunkt der Aktivitäten der russischen Marine ist die große Flottenparade zum traditionellen Tag der Seekriegsflotte Russlands am letzten Sonntag im Juli. Zu dieser Parade wird am 28. Juli 2019 in St. Petersburg auch der russische Präsident Vladimir Putin erwartet.

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