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Ostholstein Mit Sense und Säge auf die Möweninsel im Sibbersdorfer See
Lokales Ostholstein Mit Sense und Säge auf die Möweninsel im Sibbersdorfer See
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15:49 28.03.2010
Eutin

Angeführt von dem Vorsitzenden der Vogelschutzgruppe (VSG) Eutin-Malente, Holger Jürgensen, ließen sich am Wochenende 20 Naturliebhaber auf die 5000 Quadratmeter große Insel übersetzen. Unterstützt wurde das Kahlschlag-Kommando von fünf THW-Helfern, die einen provisorischen Steg aufbauten und mittels eines Schlauchboots eine Fährverbindung einrichteten.

Kaum auf der Insel eingetroffen, zeigte sich, wie schnell sich die Natur ihr Terrain ohne die ordnende Menschenhand zurückerobern würde. Hüfthohe Holunderbüsche und wuchernde Brombeerranken bildeten dichte, großflächige Gestrüppe. An noch freien Stellen schossen Birken auf. Bewaffnet mit Sense und Hacke, Säge und Astschere, Harke, Forke und Spaten wurde gemäht, geschnitten und gegraben. Binnen einer Stunde türmten die Vogelschützer das gerodete Buschwerk zu drei großen Scheiterhaufen auf und zündeten diese umgehend an.

Die VSG Eutin ist seit 1995 für die Pflege und Instandhaltung der Möweninsel zuständig. Seit dieser Zeit nisteten wieder Lach- und Sturmmöwen im Sibbersdorfer See, berichtet Holger Jürgensen. Doch neben aufstrebenden Pflanzen könnten auch tierische Konkurrenten den Bruterfolg beeinträchtigen. Vor etwa fünf Jahren sei die Zahl der auf der Insel heimischen Schermäuse stark gestiegen. Die Nager seien zwar reine Pflanzenfresser, doch irgendwie habe sich die im Untergrund wühlende Mäuseschar negativ auf die Größe der Brutkolonien ausgewirkt. „In diesem Jahr scheint das Problem nicht ganz so groß zu sein“, blickt Jürgensen optimistisch nach vorne beziehungsweise nach unten. Bei den wenigen Gängen, die man wahrgenommen habe - „in den vergangenen Jahren sind wir fast bei jedem Schritt tief eingesunken“ - gehe er davon aus, dass sich der Mäusebestand normalisiert habe. Und mit etwas Glück werde nun auch die Zahl der Möwen wieder steigen. In die Nester können jedenfalls rechtzeitig zum Osterfest wieder Eier gelegt werden. dsn

Muss die Gemeindevertretung ihren Beschluss kippen, den Schulweg in Görnitz und den Saseler Redder in Grebin zu asphaltieren, ohne dass die Bürger einen Cent an Ausbaubeiträgen dazubezahlen müssen? Die Kommunalaufsicht des Kreises hält das für nicht zulässig, wie Landrat Volkram Gebel auf Anfrage mitteilte.

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