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Ostholstein Neue Hotels auf Fehmarn geplant: Tourismus soll weiter wachsen
Lokales Ostholstein Neue Hotels auf Fehmarn geplant: Tourismus soll weiter wachsen
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10:07 04.08.2019
Fehmarn: Blick auf das Schwimmbad "Fehmare" des dänischen Architekten Arne Jacobsen, vor den drei Türmen des IFA-Ferienzentrums. Quelle: Markus Scholz/dpa
Fehmarn

Der Tourismus auf Fehmarn soll weiter wachsen. Aktuell gibt es 13 500 Gästebetten auf der Insel, die meisten davon in Ferienhäusern und Appartements. „Wir brauchen unbedingt zusätzliche Hotels“, sagte Fehmarns Tourismusdirektor Oliver Behncke. Am Südstrand in Burgtiefe soll in unmittelbarer Nähe zu den Hochhäusern des IFA-Ferienzentrums ein neues Hotel mit bis zu 800 Betten entstehen. „Die Gespräche mit einem Investor laufen“, sagt er. Wenn alles klappe, könne 2020 mit dem Bau begonnen werden. 

Es geht um die sogenannte Spielwiese, ein etwa 35 000 Quadratmeter großes Areal neben dem Schwimmbad „Fehmare“ und den Hochhäusern des IFA-Ferienzentrums. Das Gelände wurde 2008 an einen niederländischen Investor verkauft und liegt seither brach. „Das ist die einzige größere Fläche direkt am Wasser und noch dazu in Südlage, die an der deutschen Ostseeküste noch entwickelt werden kann. Das ist ein echtes Filetstück“, sagt Behncke

2,6 Millionen Übernachtungen im Jahr

Auch Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) wünscht sich ein Ende des Stillstandes am Südstrand. „Wir haben Pläne für die Fläche, doch dafür muss der Investor bauen oder verkaufen“, fordert Weber. Die Stadt bemühe sich, zumindest das baufällige, aber unter Denkmalschutz stehende „Haus des Gastes“ auf dem Gelände zurückzukaufen. 

Das Haus wie auch die IFA-Hochhäuser und das ehemalige Meerwasserwellenbad stammen von dem international bekannten dänischen Architekten Arne Jacobsen (1902-1971). Sie entstanden in den Jahren 1968 bis 1972 und stehen seit 2016 unter Denkmalschutz. 

Etwa 410 000 Gäste und knapp 2,6 Millionen Übernachtungen gab es 2018 auf Fehmarn. Mehr als ein Drittel der Gäste waren Campingtouristen. „Damit gehört Fehmarn zu den Marktführern in Deutschland“, sagt Behncke. Auch Surfer, Kiter, Radfahrer und Reiter zieht es gerne auf Deutschland drittgrößte Insel nach Rügen und Usedom

Fehmarnbelttunnel bereitet Sorgen

Damit das so bleibt, arbeiten Quartiergeber und Kommune weiter an der Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Immer mehr Landwirte bauen nach Angaben des Tourismus-Service Fehmarn ihre Höfe zu kleinen Resorts mit Ferienhäusern, Spielscheunen und Streichelzoos aus. Die Stadt baut mit finanzieller Hilfe des Landes die Promenade am Binnensee und am Yachthafen in Burgtiefe um. Auch eine neue Seebrücke sei in Planung, sagt Behncke. „Zweigeschossig und mit geschwungenem Dach, denn wo eine Seebrücke ist, herrscht immer Leben“, sagt er. 

Sorgen bereitet den Verantwortlichen allerdings der geplante Bau des Ostseetunnels zwischen Fehmarn und Dänemark. Der rund 18 Kilometer lange Straßen- und Eisenbahntunnel soll nicht vor 2028 eröffnet werden. Ein Termin für den Baubeginn auf deutscher Seite steht wegen mehrerer Klagen gegen das Projekt noch nicht fest. 

„Die Bauarbeiten für die Straßen- und Schienenanbindung werden sich voraussichtlich über zehn bis 15 Jahre hinziehen. Da kommt eine schwere Zeit auf uns zu“, sagt Behncke. Nach Berechnungen von Gutachtern könnte in der Bauphase die Zahl der Gäste auf Fehmarn um rund neun Prozent zurückgehen. „Allerdings rechnen wir für die Bauphase auch mit rund 100 000 Baustellentouristen pro Jahr“, sagt Behncke.

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dpa/RND

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