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Ostholstein Polizei machte von Schusswaffe Gebrauch
Lokales Ostholstein Polizei machte von Schusswaffe Gebrauch
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15:50 21.09.2018
Die Polizei hat auf einen 22-jährigen Mann geschossen. Quelle: Ulf Dahl
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Heiligenhafen/Heringsdorf

Die Polizei wurde um 22.20 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 22-jährigen Tatverdächtigen und einem 53-jährigen Hauseigentümer auf dessen Anwesen in Heringsdorf gerufen. Während der Sachverhaltsaufnahme soll der 22-jährige Kameruner, der im Jahr 2016 mit einem Visum nach Deutschland eingereist und in Heringsdorf gemeldet ist, aggressiv geworden sein und die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Heiligenhafen (40m/39m) angegriffen haben.

Trotz des Einsatzes von Pfefferspray gelang es dem Mann, in der Küche ein Messer mit 15 cm Klingenlänge zu ergreifen. Laut Polizei soll der Mann damit in den Flur des Hauses gerannt und dort direkt auf den 39-jährigen Beamten zugelaufen sein.

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Der Aufforderung des Beamten, das Messer wegzulegen, soll er keine Folge geleistet haben. Daraufhin soll der Beamte zwei Schüsse mit der Dienstwaffe abgegeben haben.

 Kameruner wurde am Arm verletzt

Der 22-jährige erlitt eine Streifschussverletzung im Bauchbereich sowie eine Verletzung des Armes, flüchtete jedoch zunächst in ein Zimmer im Obergeschoss des Hauses. Gegen seine vorläufige Festnahme durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Schleswig-Holstein leistete der Mann keinen Widerstand. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht, wo die Verletzungen operativ versorgt wurden.

Der Kameruner befindet sich weiterhin im Krankenhaus, die erlittenen Verletzungen waren nach bisherigen Erkenntnissen jedoch nicht konkret lebensgefährlich.

Polizist musste ärztlich behandelt werden

Der 40-jährige Polizeibeamte wurde durch die Angriffe des jungen Mannes leicht verletzt und ärztlich behandelt. Der 39-jährige Polizeibeamte, der geschossen hat, blieb unverletzt. Eine psychologische Betreuung ist bei beiden Beamten gewährleistet. Beide Polizisten versehen ihren Dienst aktuell beim Polizeirevier Heiligenhafen.

Die Lübecker Staatsanwaltschaft, das Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck und die Spurensicherung (Kommissariat 6) haben die Ermittlungen und ihre Arbeit aufgenommen. Die Voraussetzungen für die Beantragung eines Haftbefehls gegen den 22-jährigen liegen mangels dringenden Tatverdachts für ein versuchtes Tötungsdelikt aktuell nicht vor.

Von KN-online

Anja Rüstmann 19.09.2018
18.09.2018