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Ostholstein Schlaglöcher lassen Bauhof und Kämmerer stöhnen
Lokales Ostholstein Schlaglöcher lassen Bauhof und Kämmerer stöhnen
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07:30 18.03.2010
Malente/Eutin

Die Schadensaufnahme läuft, das wahre Ausmaß wird mit steigenden Temperaturen langsam erkennbar. „Was wir bis jetzt repariert haben, kann wieder rausfliegen“: Das sagt Uwe Thies, Leiter des Malenter Bauhofes, der seit das Wetter es zulässt mit seinen Leuten dabei ist, notdürftig die schlimmsten Löcher zu versorgen - zuerst nur mit kaltem Teer, im Fachjargon „Kalteinbau“ genannt. Eine erste Bestandsaufnahme hat Thies hinter sich. „Am schlimmsten betroffen sind die Dorfstraße in Kreuzfeld und die Waldstraße in Krummsee, und es sind sogar wie im Wiesenweg Fahrbahnen durch den Frost hochgedrückt“, bilanziert der Fachmann.

In wassergebundenen Straßen wie der Ringstraße oder im Behler Weg Richtung Grebin, reiht sich Loch an Loch. Dort wird mit Kies verfüllt, auch wenn der schnell wieder herausgewaschen werden könnte. Zum Flicken bereiten die Männer, darunter Wolfgang Wohlert und Wolfgang Gloe, mit einem Bunsenbrenner den Baugrund in den Schlaglöchern vor, geben den Teer hinein, stampfen ihn fest und fegen Sand darüber, damit der Asphalt nicht am erstbesten Autoreifen hängenbleibt. Lange werde das nicht halten, konstatiert Wohlert an diesem Tag in der Malenter Janusallee: In Krummsee seien die verfüllten Löcher bereits wieder wie ausgefegt. Pro Jahr hat die Verwaltung für Straßenunterhaltung 70000 Euro zur Verfügung. Was finanziell auf die Gemeinde zukommt, sei erst in einigen Wochen abschätzbar, erklärt eine Rathaussprecherin. Der Planungsausschuss werde am 15. April eine Rundfahrt durch die Gemeinde machen und sich einen Eindruck verschaffen.

In Eutin, wo ein Ingenieurbüro die Schäden aufnimmt, hat der Bauhof nach Angaben des Leiters Jens Rehfeld bereits 144 Zwölf-Liter-Eimer Reparaturasphalt verbraucht. Dort, wo eine ernste Unfallgefahr gegeben war. Später werde man wohl einige Straßen abfräsen, andere noch mal mit Heißasphalt reparieren müssen, weiß Rehfeld. 190000 Euro hat Bauamtsmitarbeiterin Karen Dyck 2010 für normale Straßenunterhaltung zur Verfügung.

Für sie ist klar, dass man sich zunächst provisorisch übers Jahr retten muss und für 2011 dann größere Maßnahmen einplant. Besonders schlimm hat es den Priwall und die Johann-Specht-Straße im Eutiner Gewerbegebiet getroffen, außerdem die Verbindung von Fissau nach Sibbersdorf und die Braaker Straße. Kaum eine Trasse sei verschont geblieben: „Aber ich glaube, andere Kommunen hat es noch schlimmer erwischt.“ og

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