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Ostholstein Studie: SH-Ost ist Problemgebiet
Lokales Ostholstein Studie: SH-Ost ist Problemgebiet
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16:45 08.08.2019
Auch Lübeck und Ostholstein gehören laut Studie zu den bundesweiten Problemgebieten.  Quelle: Markus Scholz/dpa (Symbolfoto)
Kiel/Berlin

Ein weiteres norddeutsches Gebiet ist Bremerhaven/Cuxhaven/Wesermarsch. Zu den bundesweiten Gebieten zählen auch Teile des Ruhrgebiets und Ostdeutschlands.

Während westliche Regionen vor allem mit schwacher ökonomischer Entwicklung und schlechter Infrastruktur zu kämpfen hätten, machten den ostdeutschen Gebieten demografische Faktoren wie Abwanderung und ein hohes Durchschnittsalter ihrer Bewohner zu schaffen.

Studie: Schleswig-Holstein Süd-West und Nord haben auch Defizite

Beschränkt auf die wirtschaftliche Entwicklung in Norddeutschland, wofür die Forscher neben der Arbeitslosigkeit, der Kaufkraft und der Überschuldung privater Haushalte auch das Bruttoinlandsprodukt berücksichtigten, schneidet neben Schleswig-Holstein Ost und Bremerhaven auch Bremen schlecht ab. Was die private Überschuldung angeht, ist Bremerhaven - mit den Kreisen Cuxhaven und Wesermarsch - sogar bundesweiter Spitzenreiter. Bremen und Schleswig-Holstein Ost erhalten wegen der hohen Arbeitslosenquote eine schlechte Bewertung der Wirtschaftsentwicklung.

Wenn man nur auf die demografische Entwicklung im Norden schaut, sieht die Studie auch Probleme in Schleswig-Holstein Süd-West und Nord, im Emsland und in Südniedersachsen. Eine problematische Entwicklung gibt es auch bei der Geburtenrate in Hannover, wobei die Forscher allerdings nur auf Daten von 2011 bis 2015/2017 zurückgriffen.

Bei der Infrastrukturentwicklung im Norden, für die die Internetanbindung, die Ärztedichte, kommunale Schulden sowie Immobilienpreise berücksichtigt wurden, diagnostizierte die Studie Probleme in Schleswig-Holstein Süd-West und Nord sowie in Südniedersachsen und der Südheide.

Studie bewertete unter anderem Kaufkraft und Breitbandversorgung

Für die Studie untersuchte das Institut, wie von ihr zuvor definierte Regionen in Deutschland bei bestimmten Themen abschneiden. Dafür bewertete es die Gebiete nach messbaren Indikatoren wie etwa Arbeitslosenquote, Kaufkraft, Durchschnittsalter der Bevölkerung, Geburtenrate, Verschuldung oder Breitbandversorgung.

Hier geht es direkt zur Studie

Vor allem bei der wirtschaftlichen Entwicklung gibt es drei westdeutsche Standorte, wo die Autoren großen Nachholbedarf festgestellt haben: Die Regionen Duisburg/Essen, Bremerhaven und Emscher-Lippe sind demnach geprägt von hoher Arbeitslosigkeit, geringer Produktivität und einer starken Verschuldung der privaten Haushalte.

Von dpa

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