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Ostholstein Staatsanwaltschaft wirft Mann Mord vor
Lokales Ostholstein Staatsanwaltschaft wirft Mann Mord vor
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09:16 16.05.2018
In Wulfsdorf wurde eine Frau getötet und ihre Leiche im Garten vergraben. Quelle: Beke Zill (Archiv)
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Wulfsdorf/Lübeck

Anfang Januar 2018: Die vergrabene Leiche einer Frau wird auf dem Grundstück der Familie in Wulfsdorf bei Scharbeutz (Kreis Ostholstein) gefunden. Als dringend tatverdächtig gilt der damals 39 Jahre alte Ehemann der Getöteten, der seit dem 6. Januar in Untersuchungshaft sitzt. Um das Kind im Grundschulalter kümmern sich seitdem die Großeltern.

Der Ehemann hatte sich nach Angaben der Ermittler nach dem Verschwinden seiner 41-jährigen Frau in Widersprüche verwickelt. Kollegen meldeten die Frau am 29. Dezember 2017 als vermisst, nachdem sie nicht zur Arbeit erschienen war. Der Mann hatte unter anderem ausgesagt, dass seine Frau in die Schweiz gegangen sei, um dort zu arbeiten.

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Anklage: Ehemann soll Frau heimtückisch erstickt haben

Nun wirft die Staatsanwaltschaft Lübeck dem 40-Jährigen Mord vor. Er soll seine Frau um Weihnachten herum im Schlaf heimtückisch erstickt, sie dann in Plastikfolie eingewickelt und im eigenen Garten vergraben haben. 

Die Polizei entdeckte die Leiche in einem Beet, als die Einsatzkräfte das Grundstück noch einmal mit Schaufeln und Sonden untersuchten. Bei einer ersten Suche mit bloßem Auge seien keine Spuren frischer Erdbewegungen zu erkennen gewesen, da es in den Tagen zuvor stark geregnet hatte. Bis heute bestreitet der Mann die Tat.

Mord, weil er mit seiner Geliebten zusammenziehen wollte?

Die Staatsanwaltschaft Lübeck geht davon aus, dass der Wulfsdorfer mit seiner Geliebten in das Einfamilienhaus einziehen wollte und deshalb seine Ehefrau getötet hat. Von all dem soll die Geliebte nichts gewusst haben.  

Der Prozess soll spätestens Anfang Juli beginnen.

Weiterer Fall aus Wulfsdorf

Wenige Tage vor dem Gewaltverbrechen war bekannt geworden, dass ein weiterer Mann aus Wulfsdorf bereits seit Oktober in Haft sitzt. Er steht im Verdacht, zu einem Pädophilen-Ring zu gehören, der einen neunjährigen Jungen missbrauchen, misshandeln, möglicherweise sogar töten wollte. Auf Facebook wurde Wulfsdorf daraufhin schnell als „mörderischstes Dorf an der Ostsee“ tituliert.

Von KN-online

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