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Plön 1500 Obstbäume gegen das Bienensterben
Lokales Plön 1500 Obstbäume gegen das Bienensterben
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15:15 27.10.2019
Von Signe Hoppe
Streuobstwiesen sind insbesondere für Bienen ein wichtiger Lebensraum. Auf dem Ziegenhof Rehder trafen sich Hofbesitzer Janne Olaf Rehder (v.li.), Helfer Fabian Westerholz, Christian Passarge (Pressesprecher Schwartauer Werke), Ingo Ludwichowski (Geschäftsführer Nabu Schleswig-Holstein), Frank Steiner (Nabu-Projektleiter) und Marieke Rehder zum Spatenstich für die neue Streuobstwiese. Quelle: Signe Hoppe
Boksee

Bis zum Jahresende 2020 sollen in ganz Schleswig-Holstein 1500 Obstbäume gepflanzt werden, das ist das erklärte Ziel des zweijährigen Pilotprojekts. Bereits vor gut 15 Jahren begann der Nabu mit der Entwicklung von Streuobstwiesen zur Förderung der Vielfalt von Flora und Fauna. Mit den Schwartauer Werken, die sich im Rahmen ihrer Initiative „bee careful“ seit 2014 für den Schutz der Bienengesundheit und Fruchtvielfalt einsetzen, ist eine ganz neue Kooperation entstanden. Der Focus liege auf Privatpersonen, die eine Streuobstwiese anlegen oder eine bestehende erweitern möchten, erklärte Frank Steiner, Projektleiter Streuobst im Nabu Schleswig-Holstein. Finanziert wird das Projekt über den Verkauf einer eigens für die Kooperation entwickelten Bienenhelfer-Konfitüre. Pro verkauftem Glas spenden die Schwartauer Werke fünf Cent zugunsten neuer Streuobstwiesen plus eine bienenfreundlichen Saatgutmischung für den Kunden.

Doppelter Nutzen für Ziegenhof Rehder

Der erste Spatenstich erfolgte im Frühjahr. Die Nachfrage der Fördernehmer ist groß. Janne Olaf Rehder ist einer von ihnen. Auf einen halben Hektar ehemaliger Weide des Familienbetriebs südlich von Kiel werden die Bäume gepflanzt. Ihm ginge es um den Erhalt alter Obstbaumsorten und den Insektenschutz, begründete Rehder sein Engagement. Sein Ziegenhof hätte sich alten Haustierrassen verschrieben – Gänse, Enten und Hühner könnten zwischen den Bäumen laufen. „Und wir können das Obst ernten. Das ist ein doppelter Nutzen.“

Regionale Sorten für Streuobstwiesen

Die Eigentümer der Fläche binden sich mindestens zehn Jahre. „Diese sind entscheidend für die unerlässlichen Erziehungsschnitte“, erklärt Steiner. „Die Geförderten werden dabei mit Schnittkursen zur fachgerechten Pflege unterstützt.“ Heimische Sorten wie Holsteiner Cox, der Zitronenapfel und Signe Tillisch kommen in die Erde. Frank Steiner geht es um den Genressourcenschutz, um alte regionale Sorten. In diesen extensiven Lebensräume wird auf synthetische Düngung und Pestizide verzichtet. Zwei Bitten hat Steiner an Streuobstwiesenliebhaber: Hochstammobstbäume pflanzen und alte abgestorbene Bäume als Totholz liegenlassen. Denn: Streuobstwiesen gehören zu den Lebensräumen mit der höchsten biologischen Vielfalt.

Hier geht es zur Förderung von Streuobstwiesen

Schleswig-Holsteiner, die Interesse an einer Streuobstwiesen-Neuanlage haben oder an der Erweiterung ihrer bestehenden Streuobstwiese, können sich weiterhin hier für eine Förderung bewerben.

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