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Plön Der Hannibal soll fallen
Lokales Plön Der Hannibal soll fallen
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07:00 07.05.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Der Wohnblock mit dem Spitznamen Hannibal in Lütjenburg kann wirtschaftlich nicht mehr saniert werden. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Rolf Hinrichsen, der frühere Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsfürsorgegesellschaft (später Wobau), kann sich an die damalige Zeit noch erinnern. 1967 begann er seine Ausbildung bei dem kommunalen Unternehmen, das der Bauherr von Hannibal war. Die Stadtoberen mit Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Voges an der Spitze standen damals vor einem Problem. Kein Investor wollte in Lütjenburg auf eigene Kosten Wohnraum schaffen, so Hinrichsen.

Hannibal steht der Abriss bevor

Auf der anderen Seite war die Nachfrage groß. Nach dem Krieg fehlten in Schleswig-Holstein immer noch Wohnungen. Die Bundeswehr eröffnete 1962 zudem die Schill-Kaserne. Mehr Menschen kamen in die Stadt. So ließ die Stadt 1966 den Wohnblock im Vogelsang bauen, obwohl ringsherum nur Einfamilien- und Reihenhäuser stehen. 

Hannibal entsprach schon seit geraumer Zeit nicht mehr den Ansprüchen an Wohnungen. Vor allem Menschen, die wenig Geld zur Verfügung haben, zogen hier ein. Gefragt waren die Apartments noch einmal, als 2015/2016 besonders viele Flüchtlinge in Lütjenburg untergebracht werden mussten. Was an seiner Stelle neu entsteht, ist noch nicht entschieden.

Wankendorfer Baugenossenschaft plant den Abriss

Nach der Fusion 2002 befindet sich Hannibal heute im Besitz der Wankendorfer Baugenossenschaft. Sie will den Bau abreißen lassen. 4,5 Millionen Euro würde eine Sanierung kosten, so Vorstandsmitglied Ulrik Schlenz. Eine Summe, die über Mieterhöhungen nicht wieder herein zu holen ist. Da man keine Verluste aus einer unwirtschaftlichen Modernisierung machen möchte, noch den schlechten baulichen Zustand beibehalten, habe man beschlossen, das Gebäude abzureißen

Fotostrecke: Der Hannibal soll fallen
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