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Plön Schlemmi und seine unbändige Spiellaune
Lokales Plön Schlemmi und seine unbändige Spiellaune
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20:00 16.05.2017
Von Silke Rönnau
Butler Richard IV. ist eine der Figuren, die HaGe Schlemminger in seinem Improvisationstheater darstellt. Quelle: Silke Rönnau
Postfeld

Schlemminger, von vielen einfach nur „Schlemmi“ genannt, wurde in Bad Segeberg geboren und wuchs in Kellinghusen auf. Schon als Kind entwickelte er eine große Theaterleidenschaft. Schnell war er auf komische Rollen festgelegt. Seine zweite große Leidenschaft war der Sport – Leichtathletik, Schwimmen und vor allem Fußball. Erfolgreich war er auch mit der Faustballmannschaft, mit der er Dritter bei der Deutschen Meisterschaft wurde und ein Jahr lang in der Bundesliga spielte.

 Schon als Kind habe er außerdem gerne gesungen, erzählt er. Die Begeisterung für den Gesang spiegelt sich in seiner Figur Richard IV., dem englischen Butler, wider. Bei den Auftritten findet Richard immer wieder einen Anlass zu singen – „was man ja von einem Butler nicht unbedingt erwartet“.

 Danach studierte er Sport und Englisch und legte auch das erste und zweite Staatsexamen ab. Zu der Zeit begann er mit dem Improvisationstheater. Noch vor dem Referendariat besuchte er den Workshop „Zum Clown mit der roten Nase“. Es ging um Überzeichnung, „um Symbolisches und Realistisches, Absurdes und Groteskes, Zart-Lyrisches und Deftig-Burleskes“, sagt er. „Da habe ich schnell gemerkt: Das ist es!“

 Fortan spielte er in Kiel im Kleinkunstforum in der Herzog-Friedrich-Straße, gab Kurse – sogar auf der Skipiste, wo sich die Teilnehmer verkleiden und verschiedene Aufgaben lösen mussten –, rief das WASDAS-Aktionstheater ins Leben und ging mit seinem Programm in die ganze Republik. Er entwickelte immer mehr Figuren. Sein Markenzeichen: Er spielte nicht auf der Bühne, sondern mit seiner „immensen Improvisationskraft und unbändigen Spiellaune“, wie er es selbst beschreibt, mitten in der Menge.

 Zu der Alten Meierei am See in Postfeld kam er 1986 durch Zufall: Der Vorbesitzer hatte einen Auftritt organisiert, dabei kamen sie ins Gespräch. Er habe versucht, seinem Kulturschaffen ein Dach zu geben. Angefangen hatte er mit einem Blues-Monday mit Georg Schroeter und Marc Breitfelder, die heute noch zu seinen Stammgästen zählen. Daraus hätten sich dann immer mehr Konzerte ergeben. Außerdem habe er deutschlandweit schon mehr als 50 Kleinkunst-Festivals auf die Beine gestellt. Er bietet außerdem immer noch Workshops – auch für Firmen – an.

 Ihm ist es wichtig, dass er in all den Jahren nie Subventionen erhalten hat. Es lohne sich, sich für die Kulturarbeit einzusetzen, meint er: „Denn Kultur, die von Herzen kommt, erreicht Herzen und geht so über alle politischen, rassistischen oder sonstwie einschränkenden Grenzen hinaus.“

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