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Plön Beim Brücken-Neubau gibt's Probleme
Lokales Plön Beim Brücken-Neubau gibt's Probleme
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14:17 09.11.2019
Von Silke Rönnau
Bisher gibt es nur eine provisorische Brücke, die die Arbeiter für den Neubau des Bauwerks über die Alte Schwentine in Preetz nutzen. Eventuell müssen Fußgänger und Radfahrer länger auf den Lückenschluss zwischen den Postseewegen warten, denn es sind Probleme mit dem Baustoff GFK aufgetaucht. Quelle: Silke Rönnau
Preetz

Die alte Brücke, die die Wanderwege am Postsee miteinander verbindet, musste im vergangenen Jahr wegen Einsturzgefahr gesperrt und schließlich abgerissen werden.

Das Holz war durch Pilzbefall marode geworden. Bei einer Bauwerksprüfung im Juni 2018 waren so gravierende Mängel festgestellt worden, dass die Stand- und Verkehrssicherheit gefährdet war.

Einfeldbrücke mit Bodenbelag aus GFK

Der Ausschuss hatte einen Neubau beschlossen und sich nach langer Diskussion über verschiedene Materialien für eine sogenannte Einfeldbrücke in Hybridbauweise entschieden. Dabei sollten das Brückengeländer aus Stahl, die tragenden Elemente und der Bodenbelag dagegen aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) gefertigt werden.

Das neue Bauwerk soll rund 50 Zentimeter höher mit Anschrägungen angelegt werden, um die Durchfahrtshöhe für den See-Eigentümer zu vergrößern.

Firma: Brücke könnte durchhängen

Julia Trautmann vom beauftragten Planungsbüro berichtete in der Ausschusssitzung, dass die Herstellerfirma ihr Angebot im März abgegeben habe. Nun habe sie mitgeteilt, dass die Brücke eventuell um bis zu 40 Zentimeter durchhängen könnte.

Sie seien selbst erstaunt, schließlich habe die Firma das Material als wartungsarmen Baustoff angepriesen und erklärt, dass es machbar sei. „Wir müssen eventuell über Alternativen nachdenken.“

Das neue Fundament würde auch eine höhere Last tragen, sagte sie im Hinblick auf andere Baumaterialien, die schwerer als GFK sind.

Ulrike Michaelsen (CDU) reagierte erstaunt: „Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir hier ein Pilotprojekt in die Wege leiten. Ich dachte, die hätten schon Erfahrung mit dem Baustoff“, kritisierte sie.

Nicht so gut zu recyceln?

Inga Goldammer (Grüne) erklärte, sie habe damals den einstimmigen Beschluss für GFK mitgetragen, aber inzwischen erfahren, dass das Material doch nicht so gut recycelbar sei wie angepriesen. In der Mischung mit Beton werde es bei der Entsorgung sogar zu Sondermüll. „Wenn wir jetzt die Gelegenheit haben, für den gleichen Preis ein anderes Material zu bekommen, sollten wir das tun.“

„Vielleicht sollten wir eine Marschroute mitbekommen für den Worst Case“, warb Jan Steingräber, Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt im Preetzer Rathaus, für mögliche Alternativen.

Henning von Schöning (Grüne) schlug vor, das Tempo bei dem Neubau herauszunehmen. „Die Brücke ist ja nicht für den Verkehrsfluss in Preetz lebensnotwendig.“

Der Ausschuss will nun erst einmal abwarten. Wenn es keine Lösung für den GFK-Bau gebe, sollte man eine Sondersitzung einlegen, um Alternativen zu prüfen, regte Ausschussvorsitzender Jörg Fröhlich (BGP) an.

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