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Plön Gemeinde veranlasst weitere Bodenuntersuchungen
Lokales Plön Gemeinde veranlasst weitere Bodenuntersuchungen
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00:29 17.05.2014
Von Christoph Kuhl
Die Gemeinde Mönkeberg will untersuchen lassen, wie stark das Ölberggelände mit Schweröl belastet ist. Quelle: C. Kuhl
Mönkeberg

Zwölf  Verdachtsflächen seien auf dem Areal an der Kieler Förde nach Auskunft von Bürgermeister Jens Heinze in einer ersten „orientierenden Bodenuntersuchung“ festgestellt  worden. Für diese Flächen stünde nun eine schon laufende detaillierte Untersuchung an. Dabei würden unter anderem Schlammproben genommen und in bis zu zehn Meter Bodentiefe gebohrt. Vor Ende dieses Jahres sei wohl nicht mit einem Ergebnis zu rechnen.

„Es geht im Wesentlichen um die Frage, wie stark Ölberg und Ölpier mit Schweröl belastet sind“, so Heinze. Es wisse zudem niemand, wie stark die in Bunkern untergebrachten Befüll- und Sammeltanks aus dem zweiten Weltkrieg bei englischen Fliegerangriffen beschädigt wurden. Dass bei Untersuchungen des Kampfmittelräumdienstes schon vor vielen Jahren alte Fliegerbomben unentdeckt blieben, wie in Einwohnerkreisen immer wieder gerüchteweise zu hören ist, könne laut Mönkebergs Bürgermeister allerdings so gut wie sicher ausgeschlossen werden.  

Auslöser der  jetzt von Amt Schrevenborn und Gemeinde Mönkeberg mit Nachdruck vorangetriebenen Bodenuntersuchungen ist zum einen die geplante (Wohn-)Bebauung des Ölpiergeländes. Außerdem soll die Altlastenproblematik die eingeleitete Gemeindefusion mit Schönkirchen nicht belasten.

 Wie hoch die staatliche Unterstützung bei der Entsorgung sein wird, das steht erst nach Gutachten Nummer drei, der sich im nächsten Jahr anschließenden Sanierungsuntersuchung fest. Erst wenn eine Kostenschätzung vorliegt, können Zuschussanträge bei Bund und Land gestellt werden. Es werde laut Amtsdirektor Michael Koops ohne Frage Fördergelder geben. Wie hoch am Ende der finanzielle Anteil Mönkebergs sein werde, darüber könne im Moment nur spekuliert werden. Ebenso klar sei laut Koops, dass Schönkirchen als Partnergemeinde im Zuge der Fusion auf keinen Fall an den Entsorgungskosten beteiligt werde. „Das darf laut gesetzlicher Vorgabe auch gar nicht sein.“

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