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Plön Abwassergebühren steigen
Lokales Plön Abwassergebühren steigen
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18:00 23.09.2019
Von Sven Tietgen
Statt mit Güllestreuer wird der Klärschlamm mit deutlich modernen Maschinen auf die Felder ausgebracht. Die neue Düngemittelverordnung macht das Ausbringen aber erheblich schwieriger. Quelle: Sven Tietgen
Wankendorf

Betroffen von der Erhöhung sind 1761 Haushalte in den Gemeinden Belau, Ruhwinkel mit Schönböken und weiteren Ortsteilen, Stolpe sowie Wankendorf. Auch Kalübbe ist an das Klärwerk Wankendorf angeschlossen, dort zahlt der Zweckverband einen nach Einleitungsmenge berechneten Anteil. Zuständig für die Abwasserbeseitigung ist das Amt Bokhorst-Wankendorf.

Vierköpfige Familie muss knapp 70 Euro mehr zahlen

Bislang müssen die Haushalte eine Grundgebühr von jährlich 60 Euro zahlen, die Kosten pro verbrauchten Kubikmeter Abwasser belaufen sich auf 2,48 Euro. Eine vierköpfige Familie mit einem Durchschnittsverbrauch von jährlich 160 Kubikmetern Abwasser muss im nächsten Jahr 69,20 Euro mehr zahlen. Amtsvorsteher Jörg Engelmann sprach dennoch von einer moderaten Anhebung. Dem Vorschlag der Amtsverwaltung, die Grundgebühr auf 96 Euro zu erhöhen, folgte der Amtsausschuss in seiner jüngsten Sitzung nicht. „Wir wollen Ende des Jahres 2020 überprüfen, wie sich die Kosten entwickeln und dann sehen wir weiter“, erklärte Engelmann.

Klärschlammentsorgung deutlich teurer

Eine erneute Anhebung ist im Jahr 2021 nicht ausgeschlossen. Grund für die Anhebung sind die immens gestiegenen Kosten für die Klärschlammentsorgung. 180.000 Euro mehr musste das Amt dafür in diesem Jahr bereits ausgeben. Die Mehrkosten haben zum Einen mit verschärften Düngemittelverordnungen zu tun. Die Zeitfenster für die Ausbringung der geklärten Abwässer auf die Felder sind extrem schmal geworden, erläuterte Engelmann: „Die Ausbringung muss von einem auf den anderen Tag erfolgen, das ist organisatorisch kaum zu schaffen.“

Zum Anderen gibt es im ganzen Land keine Einrichtung, die den Klärschlamm aufnimmt. Deshalb muss das Amt auf Deponien in Hamburg und Niedersachsen ausweichen – zu deutlich höheren Kosten. Für die Mehrkosten in diesem Jahr wurde auf große Teile der Rücklage zurückgegriffen, die Ende 2019 auf 18.000 Euro zusammenschmilzt. Alternativen sieht das Amt nicht, eine Trocknungsanlage für den anfallenden Klärschlamm würde sich nicht rechnen. „Dafür ist unser Klärwerk in Wankendorf einfach zu klein“, sagte der Amtsvorsteher. Die Anlage wird jährlich vom Kreis Plön geprüft, die Abwasserwerte seien gut, versicherte Engelmann.

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