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Plön Gemeinden fordern Ausbau der B202
Lokales Plön Gemeinden fordern Ausbau der B202
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19:31 20.05.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Ein alltägliches Bild auf der Bundesstraße 202. Einer fährt langsam vorneweg, die anderen notgedrungen hinterher, weil Überholen nur an wenigen Stellen möglich ist. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Lütjenburg

Eine Arbeitsgruppe mit mehreren Bürgermeistern hat eine Stellungnahme zusammengestellt. Auf Platz 1 setzten sie den Ausbau der Bundesstraße 202. Bereits jetzt „tuckelt man zwischen Kiel und Oldenburg hinter Lkw hinterher“, weil man kaum überholen könne, so Amtsvorsteher Volker Schütte-Felsche. Mit dem Bau der festen Fehmarnbelt-Querung wachse die Bedeutung als Zubringer zur Landeshauptstadt. Der Lkw-Verkehr werde deutlich zunehmen. Schütte-Felsche: „Die Bundesstraße muss zumindest abschnittsweise drei- bis vierspurig ausgebaut werden.“ Wo möglich, sollten Ortsumgehungen gebaut werden. Ein Ausbau der B 202 spiele bei Bund und Land keine Rolle, kritisierte Schütte-Felsche. Das Land sei aufgefordert, den Ausbau zeitnah einzuplanen.

"Wir fühlen uns vernachlässigt"

Ein anderer Bereich ist der Tourismus. Dort tauche die Region Hohwachter Bucht und Lütjenburg nicht mehr in den Landesplänen explizit als Tourismusgebiet auf, so Lütjenburgs Bürgermeister Dirk Sohn. Die Fläche sei im Entwurf ein „weißer Fleck“. Sohn: „Wir fühlen uns vernachlässigt.“ Das gelte im vergleichenden Blick auf die Orte Plön, Eutin und Malente. „Aus diesem Dreieck möchten wir ein Viereck mit der Region Lütjenburg machen.“

Bekenntnis zu kleinen Schulstandorten

Ein großer Konsens besteht auch in dem Punkt kleine Schulstandorte. „Sie sind trotz der bekannten Probleme für die Attraktivität des ländlichen Raumes unverzichtbar und sollen erhalten bleiben“, heißt es in der Stellungnahme aus dem Amt. Außenstellen wie die Grundschule Seekrug in Giekau und die Ostseeschule in Dannau sollen ihre Selbstständigkeit wiedererlangen. Die Angliederung an größere Einheiten habe sich nicht bewährt, sagt Dannaus Bürgermeister Roland Feichtner. Für die Ostseeschule im Ort seien die Gemeinden Rantzau und Dannau finanziell zuständig. Die Leitung habe aber die Schule in Blekendorf. Für die Bürger sei nicht klar erkennbar, wer denn nun der Ansprechpartner ist. Weil beide Standorte als eine gemeinsame Schule betrachtet werden, müssten zum Beispiel auch Lehrer aus Dannau zum Unterricht nach Blekendorf pendeln.

Unterschiedliche Meinungen zur Bahnverbindung Lütjenburg-Malente

In einem Punkt sind sich die Gemeinden allerdings nicht einig: Die Wiederbelebung der Bahnstrecke Lütjenburg-Malente. Die einen fordern sie und sehen die Vorteile für den Tourismus und die Wirtschaft. Urlauber könnten bis nach Lütjenburg mit dem Zug anreisen. Auch für Pendler Richtung Hamburg und Lübeck brächte es Vorteile.

Eine andere Meinung unter den Ortspolitikern warnt vor den hohen Kosten einer Wiedereröffnung bei gleichzeitig womöglich geringen Fahrgastzahlen. 1976 fuhr die letzte reguläre Bahn. 2003 hat der Dampfzug „Hein Lüttenborg“  den Betrieb auf den Gleisen eingestellt. Seitdem hat die Trasse mehrmals den Besitzer gewechselt. Sie gehört seit einigen Jahren der Draisinenbahn Berlin/Brandenburg. Das Unternehmen kündigte an, im Laufe des Jahres 2019 einen Probebetrieb mit Draisinen aufzunehmen.

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