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Plön Amtsflotte kommt ins Rollen
Lokales Plön Amtsflotte kommt ins Rollen
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18:53 08.08.2019
Von Sibylle Haberstumpf
Das Radleihsystem „Sprottenflotte“ ist mit fünf Rädern im Amt Schrevenborn angekommen. Aufgestiegen sind (von rechts) die Bürgermeister aus Schönkirchen (Gerd Radisch), Heikendorf (Tade Peetz) und Mönkeberg (Hildegard Mersmann) sowie Amtsvorsteher Hans-Herbert Pohl und Janet Sönnichsen von der Kiel-Region. Quelle: Sibylle Haberstumpf
Mönkeberg

Die Mönkeberger Räder stehen direkt neben der Ortsbus-Haltestelle am Strand. Damit ist Mönkeberg die erste der drei Gemeinden im Amt Schrevenborn, die das neue Radleih-System umsetzt. Heikendorf und Schönkirchen folgen bis Ende August ebenfalls mit jeweils einer Station a fünf Rädern. Sie werden auf der Brücke am Möltenorter Dampferanleger (Heikendorf) und vor dem Gemeindebüro in der Mühlenstraße (Schönkirchen) installiert. Die Amtsflotte kommt also ins Rollen – und ist damit im Kreis Plön Vorreiter. Anbieter ist die Kiel-Region.

10.000 Euro stellt das Amt Schrevenborn an Haushaltsmitteln bereit

„Es war uns wichtig, das Ostufer der Kieler Förde schnell in das Netz unseres Bikesharing-Systems einzubinden. Mit den Stationen im Amt Schrevenborn haben wir dies nur einen Monat nach dem Start des Systems geschafft“, sagt Geschäftsführerin Janet Sönnichsen. Bald folgen weitere Stationen in Wellingdorf und Gaarden. „Dann stehen Fahrten zwischen Mönkeberg und der Kieler Innenstadt nichts mehr im Wege.“ In Kiel und dem Umland sollen in den nächsten Wochen insgesamt 250 Räder an 32 Stationen verfügbar sein. Zurzeit befindet sich das Projekt noch in der Pilotphase. Ab 2021 soll die Ausweitung des Systems nach Plön, Rendsburg, Eckernförde, Büdelsdorf und Preetz beginnen.

„Das System ist sehr flexibel und bereichert die Mobilität in unseren Gemeinden“, fasst Amtsvorsteher Hans-Herbert Pohl zusammen. Rund 10.000 Euro stellt das Amt Schrevenborn in der Anlaufphase bis Ende 2020 an Haushaltsmitteln bereit.

So funktioniert die Ausleihe

Das Ausleihen funktioniert so: Anmelden kann man sich über die App des Dienstleisters Nextbike oder die Webseite www.nextbike.de. Um zum Beispiel in Mönkeberg ein Rad auszuleihen, tippt man die Nummer eines Rades ein – sie steht gut lesbar hinten am Sattel – oder scannt den QR-Code ein. Jedes Rad hat seinen eigenen Code. Dann wird das Rad entriegelt, die Fahrt kann losgehen. Die ersten 30 Minuten jeder Fahrt sind kostenlos, danach kostet jede halbe Stunde einen Euro, ein Tag maximal neun. Die Räder können an jeder „Sprottenflotte“-Station abgegeben werden.

Das Bikesharing-System gilt weltweit in über 200 Städten. Wo die Stationen sind, zeigt die App auf dem Smartphone an. Aber auch wer kein Smartphone hat oder die App nicht herunterladen will, kann ein Rad ausleihen. Dazu muss man die Hotline des Systems anrufen und sich registrieren; dafür werden allerdings drei Euro Servicegebühr fällig. 

Touristen sind mit dem Fahrrad flexibler

Mönkebergs Bürgermeisterin, stellvertretende Amtsdirektorin und leidenschaftliche Radlerin Hildegard Mersmann (CDU) freut sich über die neuen Bikes. Eine Konkurrenz für andere Radanbieter stelle die „Sprottenflotte“ nicht da, sagt sie. „In Mönkeberg haben wir gar keinen Fahrradverleih.“ Besucher könnten auf dem Sattel schöne Strecken erkunden. „Ich selbst fahre zum Beispiel mindestens zweimal in der Woche nach Laboe“, so Mersmann. „Mit dem Rad ist man einfach wesentlich flexibler“, findet sie.

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