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Plön Nicht genug Wohnungen für Flüchtlinge
Lokales Plön Nicht genug Wohnungen für Flüchtlinge
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19:23 16.01.2018
Von Merle Schaack
Das Amt Schrevenborn wünscht sich mehr Unterstützung bei der Suche nach Unterkünften für Flüchtlinge. Hans-Herbert Pohl (Hauptausschuss-Vorsitzender, v. li.), Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp und Amtsvorsteher Eckhard Jensen sehen den Kreis in der Pflicht. Quelle: Merle Schaack
Schrevenborn

In den drei Amtsgemeinden Heikendorf, Schönkirchen und Mönkeberg leben zurzeit 248 Flüchtlinge. Im vergangenen Jahr brachte die Verwaltung in dafür angemieteten Wohnungen 26 von ihnen unter – 42 zu wenig, wenn es nach der Zuweisungsquote geht, die der Kreis nach Einwohnerzahl berechnet. Doch der Wohnungsmarkt in den beliebten Gemeinden ist leergefegt.

„Wir finden einfach keine Wohnungen mehr“, sagt Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp. Auch weil sich bei potenziellen Vermietern herumgesprochen habe, dass die Unterkünfte trotz regelmäßiger Kontrollen oft schnell verwohnt würden. Geübte Praxis sei es deshalb, mit den Ämtern Probstei und Lütjenburg zu kooperieren. Dort sind noch Kapazitäten frei. Denn Leerstände sind eine finanzielle Belastung für die Ämter. Der Bund kommt nur für die Plätze auf, die auch belegt sind. Dennoch muss die Verwaltung Mieten oder Pacht zahlen. Wenn der Kreis also anruft und die Ankunft weiterer Flüchtlinge ankündigt, greift man anschließend in Schrevenborn ebenfalls zum Hörer, um die Unterbringung in den Nachbarämtern zu regeln.

Familien können nicht gemeinsam untergebracht werden

„Wann Zuweisungen kommen, ist nicht vorhersehbar. Und wenn eine kommt, müssen wir innerhalb einer Woche eine Wohnung bezugsfertig haben“, sagt Hehenkamp. Derzeit stehe dazu nur eine freie Wohnung mit acht Betten, zum Beispiel für eine Familie, zur Verfügung. Weitere Familien können derzeit nicht gemeinsam in Schrevenborn untergebracht werden.

„Diese Situation können wir als Amt nicht akzeptieren“, sagt Amtsvorsteher Eckhard Jensen (CDU). Schon vor einem Jahr habe man das Problem mit der Landrätin erörtert. „Es kann nicht sein, dass in einer Kooperationsgemeinschaft nur per Gesetz gehandelt wird“, findet Hans-Herbert Pohl (CDU), Vorsitzender des Hauptausschusses des Amtes. Sie wünschen sich, dass der Kreis seine Zuweisungen der dort bekannten Situation anpasst. Heißt: nur so viele Flüchtlinge an Schrevenborn zuzuweisen, wie Wohnkapazitäten vorhanden sind und die übrigen an Kommunen mit leerstehenden Wohnungen verteilen.

Kreis hält an Quote fest

Der Kreis lässt jedoch verlautbaren, dass er an dem bisherigen System festhalten wolle. Er wolle gewährleisten, dass alle Ämter, Städte und Gemeinden gleichmäßig Flüchtlinge aufnehmen, „damit die Aufwendungen der Integration entsprechend der Einwohnerdichte gleichermaßen getragen werden“. Gegen eine Zusammenarbeit der Ämter habe man jedoch nichts einzuwenden, solange sie für alle transparent geschehe. Das Bestehen des Kreises auf den Zuweisungsquoten bezeichnet Pohl als „Friss Vogel oder stirb“.

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