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Plön Katy Hagelberg erhielt neue Stammzellen
Lokales Plön Katy Hagelberg erhielt neue Stammzellen
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06:00 24.12.2018
Von Hans-Jürgen Schekahn
Im Sommer erfuhr Katy Hagelberg, dass sie an Blutkrebs erkrankt ist. Nach einer Stammzellen-Transplantation schöpft sie neue Hoffnung. Quelle: SPD
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Preetz

Zur guten Nachricht gehört aber auch: Die Medikamente, die für eine Transplantation notwendig sind, haben starke Nebenwirkungen. Das Immunsystem musste heruntergefahren werden, damit der Körper die fremden Zellen nicht abstößt. „Ich bin körperlich sehr schwach“, sagt die 50-Jährige Berufsschullehrerin, die stellvertretende Bürgermeisterin in ihrer Heimatstadt Preetz ist. Die nächsten Tage werde es noch einmal besonders hart. „Aber das geht vorbei.“ Sie liegt derzeit im Mildred-Scheel-Haus der Uni-Klinik in Kiel. Dort wird sie auch die Weihnachtstage verbringen. Erst Ende Januar kann sie wieder nach Hause. Trotz ihrer Krankheit und der Einschränkungen durch die Medikamente hat Katy Hagelberg vom Krankenbett aus die Weihnachten für ihre Kinder organisiert. Sie feiern bei Bekannten. Zuvor dürfen sie noch ihre Mutter besuchen. Sie selbst wird, so weit es ihre Kraft zulässt, dann am Heiligabend Fernsehen schauen.

Katy Hagelberg unterrichtet am Berufsbildungszentrum im Kreis Plön. Als bekannt wurde, wie schwer sie erkrankt ist, organisierten Lehrer und Schüler in Preetz und Plön eine Typisierungsaktion, um einen geeigneten Knochenmarkspender zu finden. 320 Personen folgten dem Aufruf, sich typisieren zu lassen. Andere unterstützten die Aktion mit Geldspenden.

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Auch der Plöner Kreistag half

Die Hilfsbereitschaft war enorm. Katy Hagelberg berichtet von einem ehemaligen Autohändler aus Ascheberg, der spontan 500 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) überwies. Ein früherer Polizeichef aus Kiel, ein Bekannter ihrer Eltern, schloss sich an. Ihre Kollegen im Plöner Kreistag, in dem Katy Hagelberg als Abgeordnete sitzt, stellten 5000 Euro für die Typisierung zur Verfügung. „Das war richtig klasse.“

Spender kommt aus Nürnberg

Der Knochenmarkspender wurde in Nürnberg gefunden und nicht bei der Aktion im Kreis Plön. Das ist kein Misserfolg. Die DKMS ist um neue Daten reicher, die in einem anderen Krankenfall passen können.

Dank an alle, die geholfen haben

„Ich möchte mich bei allen ganz herzlich bedanken“, sagt sie vom Krankenbett aus. Bei den Schülern der Berufsschule, ihren Lehrerkollegen, den Kollegen aus dem Kreistag und allen, die Geld gespendet oder sich registriert haben lassen. Das komme allen zugute, deren Leben von einer Knochenmarkspende abhängt.

Noch im November sprach Katy Hagelberg davon, dass es ihr Weihnachtswunsch sei, jemanden mit den passenden Stammzellen zu finden. Das ging vor dem Fest in Erfüllung. Nun hofft sie auf Genesung. „Ich gehe mit Zuversicht in die nächste Zeit.“

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