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Plön Immer mehr Flüchtlinge suchen einen Job
Lokales Plön Immer mehr Flüchtlinge suchen einen Job
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18:36 31.03.2017
Von Ralph Böttcher
Michael Westerfeld (links), Geschäftsführer des Jobcenters Plön, und Stefan Leyk, Vorsitzender der Trägerversammlung. Quelle: Ralph Böttcher
Plön

Für Stefan Leyk, Vorsitzender der Trägerversammlung Jobcenter, ist die Integration „das größte Projekt der letzten Jahre“. Geschäftsführer Michael Westerfeld erklärte, zurzeit seien 864 Flüchtlinge bei den Jobcenter-Geschäftsstellen in Preetz und Heikendorf als Kunden erfasst. 70 Prozent sind Syrer, etwa zwei Drittel Männer. Die meisten (52 Prozent) sind zwischen 25 und 45 Jahren alt, 37,5 Prozent sind unter 25, 10,5 Prozent älter als 45.

Auch Praktikums- und Ausbildungsplätze werden benötigt  

181 Flüchtlinge (20,9 Prozent) im Kreis gelten zurzeit als arbeitslos. „Sie haben einen Integrationskursus abgeschlossen und stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung“, erklärte Westerfeld. Weitere 340 Personen aus diesem Bereich befinden sich gerade in Integrationskursen. Um sie vollständig zu integrieren, appellierte Westerfeld an die Unternehmer: „Wir benötigen Praktikumsplätze, Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze.“ Die Erfolgsquote für eine Übernahme liege derzeit bei 48 Prozent. Für interessierte Arbeitgeber hat das Jobcenter eine Telefonnummer mit Fachberatung eingerichtet: 04522/7646178 (Montag-Freitag 8-16 Uhr).

Im Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm des Jobcenters nehmen Ausländer fast ein Fünftel ein. Im Gesamtbudget von 12,3 Millionen Euro sind 1,8 Millionen für die Arbeit mit Flüchtlingen ausgewiesen.  Arbeitsvermittler vom Jobcenter suchen die Flüchtlinge in den Integrationskursen auf und informieren sie über die Angebote. Unternehmer vor Ort hätten die Chance, gute und zuverlässige Mitarbeiter zu finden, so Leyk. „Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, sagte Westerfeld. Die aktuelle Arbeitslosenquote im Kreis Plön ist mit 5,4 Prozent vergleichsweise gering.

Das ist mal ein Signal ans Land: Die Mitglieder aller sechs Fraktionen im Plöner Kreistag (CDU, SPD, FDP, Grüne, FWG und UWG) beschlossen einstimmig, den von Sturmschäden betroffenen Gemeinden an der Ostseeküste mit 250 000 Euro unter die Arme zu greifen.

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