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Plön Neubau: Zwei Stellplätze sind Pflicht
Lokales Plön Neubau: Zwei Stellplätze sind Pflicht
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11:18 26.09.2019
Von Hans-Jürgen Schekahn
Blekendorfs Bürgermeister Andreas Köpke beklagt parkende Fahrzeuge in engen Straßen wie hier im Seekamp im Ortsteil Sehlendorf. Die Gemeinde verpflichtet künftige Häuslebauer, zwei Parkplätze auf ihrem Grundstück einzurichten. Quelle: Hans-Jürgen Schekahn
Blekendorf

Bürgermeister Andreas Köpke nennt Straßen wie Heischweg, Seekamp oder Im Winkel, wo es zu Problemen kommt. Es sind enge Straße ohne Gehweg. Wenn dann noch parkende Autos hinzukommen, wird es zum Beispiel für die Feuerwehr schwer, im Einsatzfall durchzukommen. 

Das Problem: Zwei Autos, aber nur ein Stellplatz

 „Fast jeder Haushalt hat heute zwei Autos“, erzählt er. Aber viele besäßen nur eine Garage oder einen Stellplatz auf ihrem Grundstück. Die Folge: Das zweite Auto steht an der Straße. Ähnliche Probleme sieht Köpke bei Ferienquartieren, nicht nur bei den Einheimischen. 

Theoretisch könnte Blekendorf per Bebauungsplan den Hausbesitzern vorschreiben, wie viel Platz sie ihrem Auto auf dem eigenen Grundstück einräumen müssen. Doch nicht alle Bereiche sind überplant. Und ein Bebauungsplan kostet immer viel Geld und Zeit.

Satzung ist schnell und günstig

Ein Tipp eines Experten brachte die Gemeindevertreter auf die richtige Spur. Mit einer einfachen Satzung gibt der Gesetzgeber den Kommunen ein günstiges Instrument in die Hand, das Parkplatzproblem zu lösen. Als Muster ließ sich die Gemeinde eine entsprechende Satzung aus Bordesholm schicken. Sie wurde auf die Verhältnisse in Blekendorf umgeschrieben. 

Blekendorf will um 60 bis 70 Grundstücke wachsen

An den jetzigen Missständen ändert das nichts. Die neue Satzung, die einstimmig von den Gemeindevertretern beschlossen wurde, beugt aber künftigen Problemen vor. Blekendorf will weiter wachsen. Im Ortsteil Kaköhl schlummern 3,2 Hektar Land im Gemeindebesitz. Die Fläche ist seit 1999 als Gewerbegebiet ausgewiesen. „Da ist aber in den letzten 20 Jahren nichts gekommen“, sagt Köpke. Nun wolle man das Land in ein Wohngebiet umwandeln. Auch gebe es Baulücken in den Ortschaften. Köpke schätzt, dass die Gemeinde in der Zukunft einen Zuwachs von 60 bis 70 Grundstücken haben wird. Nach dem Baugesetzbuch müssten die Bauherren nur einen Stellplatz einplanen. Mit der Satzung sind es nun zwingend zwei. „Wir können nicht im Nachhinein auf Probleme reagieren, sondern müssen im Vorfeld handeln“, begründete Köpke die Satzung. Probleme, die Grundstücke zu verkaufen, sieht er nicht. Die Nachfrage sei da.

Wer keinen Platz hat, kann sich freikaufen

Und was machen Besitzer von ganz kleinen Grundstücken, auf die keine zwei Fahrzeuge passen? Auch dafür hat die Gemeinde Blekendorf vorgesorgt. Es gibt Ausnahmen von der Zwei-Stellplatz-Vorschrift. Man kann sich mit Geld von der Vorschrift freikaufen. Im Fall von Blekendorf muss der Häuslebauer 8000 Euro pro nicht angelegten Stellplatz zahlen. Mit dem Geld kann die Gemeinde an anderer Stelle einen Parkplatz schaffen.

Mit Widerstand aus der Bevölkerung gegen die Satzung rechnet Köpke nicht. „Das muss jeder verstehen können.“

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