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Plön Steinwurf von der Brücke traf Autodach
Lokales Plön Steinwurf von der Brücke traf Autodach
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15:31 12.06.2019
Von Silke Rönnau
Die Polizei Preetz sucht die Täter, die einen Stein von der Brücke am Moorweg auf die B 76 geworfen haben.
Preetz

Die Polizei sucht nun Zeugen des Vorfalls, der sich am Dienstagabend ereignete. Gegen 19.30 Uhr befuhr eine 59-Jährige aus dem Kreis Plön mit ihrem silberfarbenen Pkw der Marke Mitsubishi die B 76 in Fahrtrichtung Plön.

Auf der Brücke am Moorweg in Preetz konnte sie zwei offensichtlich jugendliche, männliche Personen sehen. Eine der Personen warf plötzlich den Stein von der Brücke, der eine Delle auf dem Dach verursachte. Die Fahrerin blieb unverletzt.

Steinwurf von B76-Brücke in Preetz: Fahndung blieb erfolglos

Die Fahndung nach den beiden Personen auf der Brücke verlief negativ, teilte die Polizei mit. Eine nähere Beschreibung konnte die 59-Jährige nicht abgeben. Sie äußerte allerdings in einer ersten Befragung, dass zum Zeitpunkt der Tat drei weitere Pkw die Brücke passiert hätten.

Die Beamten der Polizeistation Preetz nahmen eine Anzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in besonders schwerem Fall auf. Wer Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich mit der Polizeistation unter Tel. 04342/10770 in Verbindung zu setzen.

In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Steinwürfe von Brücken. Oft sind Kinder oder Jugendliche, die sich keine Gedanken über die Gefahren machen, die Übeltäter. Für die Polizei gibt es dennoch keine zwei Meinungen: Sie spricht von einer Straftat, für die bis zu zehn Jahre Gefängnis drohen. Vor allem im Frühling und Sommer häufen sich die Fälle: Auf der A210 bei Felde erwischte die Polizei 2018 zwei 14 und 15 Jahre alte Jungen, die mit Sandklumpen auf Fahrzeuge gezielt hatten.

Eine Fahrerin, deren Auto beschädigt wurde, hatte die Beamten alarmiert. Später wurden zwei Jugendliche beobachtet, wie sie auf der B76 von einer Fußgängerbrücke Steine auf Lastwagen und Autos warfen. Auch hier meldeten sich Zeugen. „Nach kurzer Fahndung konnten die Verdächtigen gefunden und den Eltern übergeben werden“, sagte Matthias Arends von der Polizeidirektion Kiel. Die Fahnder ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

ADAC spricht vom Straftatbestand des Mordes

Nicht immer enden die Steinwürfe so glimpflich: Anfang Mai 2018 hatte ein fußballgroßer Stein die Windschutzscheibe eines Autos auf der A7 in Nähe der dänischen Grenze durchschlagen und eine 58 Jahre alte Dänin aus dem Kreis Schleswig-Flensburg schwer verletzt. „Hier wird wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittelt“, sagte Torge Stelck vom Landespolizeiamt (LPA) in Kiel. Deutliche Worte fand damals Stefan Schwarz: Der Geschäftsführer des ADAC Schleswig-Holstein fordert, dass Steinewerfer hart bestraft werden: „Egal, ob es zu einem Schaden kommt oder nicht: Wer Gegenstände von Brücken wirft, erfüllt den Straftatbestand des Mordes.“

In solchen Fällen gestalten sich die Ermittlungen oft schwierig. Die Polizei Kiel hatte kürzlich die Autobahn 215 am Kreuz Kiel-West gesperrt. Ein Unbekannter hatte von einer Brücke einen Stein auf die Fahrbahn geworfen und ein Auto getroffen. Polizeisprecher Oliver Pohl verrät, was die Ermittlungen in solchen Fällen so schwierig macht.

Für die Polizei sind solche Fälle besonders schwierig aufzuklären. "Wenn man mit 150 Kilometern pro Stunde auf der Autobahn unterwegs ist und plötzlich ein Gegenstand auf die Windschutzscheibe fällt, dann ist es für den Fahrer sehr schwer zu erkennen, was das überhaupt für ein Gegenstand war und wo er herkam", sagte Oliver Pohl, Sprecher der Polizei Kiel. Die einzigen Spuren, denen die Ermittler nachgehen könnten, seien Zeugenaussagen und DNA-Spuren auf möglichen Wurfgeschossen. "Wir haben nur die Chance, dass jemand den Vorgang gesehen hat", so Pohl weiter.

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