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Plön Kooperation bringt Schülern Vorteile
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13:11 13.02.2020
Von Jördis Merle Früchtenicht
Das Berufsbildungszentrum Plön, hier der Standort in der Kührener Straße in Preetz, hat seine Kooperation mit der FH Kiel erweitert. Quelle: Frida Kammerer
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Preetz

Das Berufsbildungszentrum Plön und die Fachhochschule Kiel bauten ihre bestehende Kooperation im Bereich der Ausbildung mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung am Mittwoch, 12. Februar, aus.

Was bringt die Kooperation den Absolventen des BBZ?

„Sie können ihre schulischen Leistungen als Credit Points für das Studium an der Fachhochschule Kiel anerkennen lassen“, erklärt Axel Böhm, Schulleiter des BBZ. Konkret bedeute dies, dass die Absolventen manche Veranstaltungen an der FH nicht besuchen müssten. „Sie können sich frei entscheiden, ob sie bestimmte Vorlesungen gar nicht besuchen oder zwar hingehen, aber die Klausur nicht mitschreiben.“ Das gebe dem Lernen in der Schule weitere Sinnhaftigkeit. „Die Schüler können jetzt schon etwas für ihren weiteren Weg tun.“

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Welche Schüler profitieren davon?

Bislang können sich Absolventen im Fachbereich Informatik oder Elektrotechnik einige Module aus der schulischen Ausbildung in den Bereichen Elektrotechnik, regenerative Energien und Betriebswirtschaftslehre anrechnen lassen. Mit der Ausweitung der Kooperation profitieren nun Schüler des Beruflichen Gymnasiums, die sich Leistungen für den Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre anerkennen lassen können.

Wie wird geprüft, in welchen Bereichen Leistungen aus der Schule für das Studium angerechnet werden können?

Die Lehrpläne der Schulen würden mit den Curricula der FH verglichen, erklärt Harald Jacobsen, Prodekan des Fachbereichs Informatik und Elektrotechnik an der FH. „Gibt es auf den ersten Blick zwischen Modulen auf der einen und Schulfächern auf der anderen Seite Gemeinsamkeiten, werden die Fachlehrerinnen und Fachlehrer mit den Modulverantwortlichen an der Hochschule in Verbindung gebracht.“ Verglichen würden Themenbreite, Umfang und Tiefe der Veranstaltungen. „Das ist in der Tat der arbeitsintensivste Teil bei der Anbahnung einer Kooperation.“ Die Anrechnung der Leistungen erfolge standardisiert anhand der Schulzeugnisse, ergänzt Professor Björn Christensen, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft.

Ist die bisherige Zusammenarbeit erfolgreich?

Es gebe keine Zahl der Erstsemester, die aus Plön an die FH gekommen sein, sagt Jacobsen. „Aber im Rahmen der Erstsemesterbefragung gaben immerhin elf Prozent der Studierenden an, sich aufgrund bestehender Kooperationsvereinbarungen für ein Studium am Fachbereich Informatik und Elektrotechnik eingeschrieben zu haben.“ Der Fachbereich unterhalte derzeit fünf Kooperationen mit Berufsbildungszentren.

Wird es weitere Kooperationen zwischen BBZ und FH geben?

Weitere Kooperationen wären laut Fachhochschule im Bereich der Sozialen Arbeit und dem Maschinenwesen denkbar, letztlich würden aber die Fachbereiche darüber entscheiden. Axel Böhm sagt, er würde gerne in einen engeren Austausch mit der Hochschule treten.

Mit welchen anderen Bildungszentren arbeitet die FH noch zusammen?

Bislang kooperiert die Fachhochschule Kiel mit sieben RBZs beziehungsweise BBZs, neben Plön in Kiel, Neumünster, Rendsburg und Steinburg. Die Zusammenarbeit besteht je nach Bildungszentrum mit den drei Fachbereichen Informatik und Elektrotechnik, Medien sowie Wirtschaft.

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