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Plön Kooperation gegen den Fachkräftemangel
Lokales Plön Kooperation gegen den Fachkräftemangel
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15:16 29.05.2019
Von Silke Rönnau
Elisa Rodde und Liam Kunow (sitzend) gehören zu den ersten Schülern, die von der Kooperation des Berufsbildungszentrums Plön mit der Fachhochschule Kiel profitieren. Landrätin Stephanie Ladwig (hinten von links), Professor Christoph Weber, Schulleiter Axel Böhm und FH-Leiter Professor Udo Beer unterzeichneten den offiziellen Vertrag. Quelle: Silke Rönnau
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Preetz

„Wir kriegen die Studiengänge voll“, betonte FH-Leiter Professor Udo Beer bei der offiziellen Vertragsunterzeichnung am Dienstag am BBZ-Standort Preetz, „aber früher hatten wir eine höhere Nachfrage.“ Auch mit beruflichen Bildungszentren in Kiel und Neumünster habe man bereits eine Zusammenarbeit besiegelt, um Schülern den Weg zum Studium zu ebnen.

Wissensvorsprung gegenüber anderen Schülern

Man könne sich gegenseitig helfen. „Wir können uns auf die Qualität der Ausbildung an den beruflichen Bildungszentren verlassen.“ Die BBZ-Schüler hätten einen Wissensvorsprung gegenüber den Studierenden, die mit einem klassischen Hochschulzugang an die Fachhochschule kämen.

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Nun haben sie einen weiteren Vorteil: Denn mit der Kooperation haben die Absolventen nicht nur die Berechtigung zum Studium, sondern können sich im Fachbereich Informatik oder Elektrotechnik einige Module aus der schulischen Ausbildung in den Bereichen Elektrotechnik, regenerative Energien und Betriebswirtschaftslehre anrechnen lassen. So könnten sie auf bis zu drei Lehrveranstaltungen verzichten und sich besser auf neue Inhalte, persönliche Problemfächer oder Interessensgebiete konzentrieren anstatt zu wiederholen, was sie ohnehin schon gelernt hätten, so Beer.

Optimaler Übergang in den Beruf

„Wir versuchen, eine erfolgreiche Bildungslaufbahn zu erreichen und optimale Voraussetzungen für den Übergang in den Beruf zu schaffen“, sagte Landrätin Stephanie Ladwig. Die Ausbildung am BBZ des Kreises Plön biete auch in dieser Hinsicht an vielen Stellen Zusatzchancen für die Schüler. Die Verzahnung von Berufsfachschule und Fachhochschule sei ein weiterer wichtiger Baustein, um den Start ins Studium zu erleichtern.

Schulleiter Axel Böhm bedauert, dass der Bereich Technik in der Gesellschaft einen immer geringeren Stellenwert habe und die Jugend sich mehr für andere Bereiche interessiere. „Dabei gibt es so viele Chancen für den weiteren Berufsweg.“

Man müsse überlegen, was man für die Fachkräfte, die die Gesellschaft in Zukunft brauche, tun kann. Gerade für ein Land, das für die Ingenieurkunst stehe. Wenn Teile der schon erworbenen beruflichen Kompetenzen auf dem weiteren Bildungsweg anerkannt werden, könne das die jungen Menschen für ein Studium motivieren.

Solider Grundstein für das Studium

Stellvertretend für die Schüler, die in Zukunft von der Kooperation profitieren, freuten sich Lars Kunow (20) und Elisa Rodde (18), die nach ihrer Ausbildung zum Energietechnischen Assistenten an der FH studieren wollen. „Das ist toll, ich habe das Gefühl, einen soliden Grundstein für das Studium zu haben“, sagte Lars Kunow. Der Schulabschluss fühle sich viel wertiger an.

„Man ist weniger nervös vor dem Studium, weil man weiß, dass man schon gewisse Grundlagen hat“, fügte Elisa Rodde hinzu.

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